Am Mittwochabend hat der Stadtrat von Münster den Haushalt für das Jahr 2010 angenommen. Darin enthalten: Eine Zweitwohnsitzsteuer. Damit ist sicher: Die Steuer kommt.
„Wir als AStA sind enttäuscht darüber, dass die Stadt Münster augenscheinlich so wenig Kenntnis davon nimmt, was die Studierenden zur Kultur, zur Wirtschaft und zur Infrastruktur Münsters beitragen. Nun werden Haushaltslöcher zu Lasten finanziell schwacher Personen gestopft“, erklärt Clarissa Stahmann, Vorsitzende des AStA. „Wir haben bereits gegen die Zweitwohnsitzsteuer gekämpft und werden uns auch weiterhin dafür einsetzen, dass sie so schnell wie möglich wieder abgeschafft wird“.
In einem offenen Brief an die Stadtratsfraktionen hatte der AStA der Uni Münster dazu aufgefordert, gegen die Steuer zu stimmen. „Ich bin traurig darüber, dass wir keinerlei Reaktion darauf bekommen haben. Bisher haben die Parteien nicht einmal das Gespräch mit Studierenden gesucht, die ihnen ja immerhin die Finanzen aufpolieren sollen“, erklärt Mareike Strauß, Öffentlichkeitsreferentin im AStA.