Am 4.08. hat der AStA eine E-Mail mit Informationen zum neuen NRW-Semesterticket an alle Studierenden verschicken lassen. Daraufhin haben wir viele Reaktionen bekommen – ein wenig Lob und viele Beschwerden. Diese Reaktionen bilden das Spektrum der Meinungen über das Semesterticket und die NRW-Erweiterung recht gut ab, weshalb wir sie hier anonymisiert veröffentlichen.
Einige dieser Mitteilungen enthalten Fragen, die wir nach und nach beantworten werden. Mitdiskutieren kannst du am Ende des Artikels durch Hinterlassen eines Kommentars.
Die Ergebnisse der Urabstimmung im vergangenen November werden in einigen Mitteilungen hinterfragt. Die Studierenden hatten Gelegenheit, selbst zu bestimmen, ob sie die NRW-Erweiterung wollen oder nicht. Mehrheitlich haben sich die teilnehmenden Studierenden für das zusätzliche Ticket ausgesprochen, für einen direkten Beschluß hätten aber mehr Studierende zustimmen müssen (30%-Hürde). Kurz zusammengefaßt bedeuten die Ergebnisse, daß die Fortführung des regionalen Semestertickets beschlossen worden ist, die Einführung der NRW-Erweiterung aber nicht.
Da laut Hochschulgesetz NRW und Satzung der Studierendenschaft der Universität Münster das Studierendenparlament das höchste beschlußfassende Gremium ist, konnte es die NRW-Erweiterung trotz des Scheiterns in der Urabstimmung beschließen. Die Studierendenschaft kann jederzeit wieder eine Urabstimmung durchführen und dabei auch beschließen, das NRW-Ticket wieder abzuschaffen.
Die Mitglieder dieses AStA haben stets eine kritisch hinterfragende Haltung zum NRW-Semesterticket eingenommen und auch die Schwierigkeiten thematisiert, zum Beispiel mit dem Artikel “Ja, nein, vielleicht” (Semesterspiegel 379, Seite 19ff) oder dem vom AStA-Referenten für Ökologie und Mobilität Benjamin Holsing in der letzten Ufafon auf Seite 5 veröffentlichten Artikel “NRW-Semesterticket – wie ist die Lage?”
Als AStA sind wir an die Beschlüsse des Studierendenparlaments gebunden, das mehrheitlich die Einführung des NRW-Semestertickets gefordert hat. Es war nun die Aufgabe des AStA, das beste daraus zu machen. Und das hat der AStA gemacht:
- Herstellen von größtmöglicher Rechtssicherheit, damit potentielle Klagen nicht unnötig hohe zusätzliche Risiken für die Studierenden bedeuten,
- Mindestlaufzeit nur ein Jahr, damit wir das Ticket bald wieder kündigen können, falls wir feststellen sollten, daß es nicht gut angenommen wird,
- einrichten eines Solidarfonds für bedürftige Studierende, die sich das Geld für das Semesterticket (insgesamt 113 euro) erstatten lassen können; der AStA hat diesen Solidarfonds zwar vorgeschlagen, kann daraus aber derzeit keine Erstattungen auszahlen, weil das Studierendenparlament den Haushalt für 2009 noch immer nicht beschlossen hat.
Als neuer AStA hatten wir einen schweren Start, weil der alte Juso-geführte AStA die Verhandlungen mit den Verkehrsunternehmen nicht öffentlich gemacht hat und Vertragsentwürfe nicht weitergegeben wurden. So gesehen sind wir stolz darauf, daß wir das neue Ticket in so kurzer Zeit und mit akzeptablen Bedingungen einführen konnten. Daß es nicht allen Studierenden gleichermaßen nützt, ist leider Teil dieses Angebots. Wir bitten alle Studierenden – Ticketgegner wie -befürworter – an einer vom AStA durchgeführten Mobilitätserhebung oder einer erneuten Urabstimmung teilzunehmen.
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Das meinen die Studierenden:
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Hallo! Kleiner Hinweis: Diese Mail wäre ungleich sinnvoller gewesen, wenn man sie VOR Ablauf der Rückmeldefrist und VOR Versendung der Rückmeldeunterlagen durch die Verwaltung verschickt hätte. Ich habe von dem Ticket (großes Lob übrigens, ich bin ein totaler Befürworter) erstmals durch den Brief der Uni mit den Rückmeldeunterlagen erfahren, der bereist Anfang Juli bei mir einging…
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Lieber Jochen! Es ist eine Unverschämtheit…, nicht nur von der Verwaltung der Uni-Münster…, von hiesigen Studierenden fast 200 Euro für die Einschreibung bzw. Rückmeldung und somit auch für den Semesterticket zu verlangen. Innerhalb von wenigen Jahren habt IHR einen “großen ERFOLG” erreicht, indem IHR die Teuerungsrate für die Semesterbeiträge (nicht verwechseln mit den Studiengebühren – man weiß ja nie;)) von über 100% angehoben habt. Wenn Du die Zeit hast, vergleiche bitte die Höhe der Beiträge von 2004, 2003 oder ältere… Lieber Jochen! Ich würde mich schämen dieses als “einen großen Erfolg” zu bezeichnen und damit zu werben. Korrigiere Dich in nächsten Werbekampagnen und sage einfach die Wahrheit! Denn so wie Du das jetzt machst, betreibst Du eine Schrödersche “Politik” und das ist nicht gut so!!! Deine Rhetorik erinnert zurzeit an Walter Steinmeier verlogene Demagogie und falsche Tatsachendarstellung… Bitte WACHE endlich AUF und kämpfe für DEINE Kommilitoninnen und Kommilitonen und lass diese unsoziale, neoliberale und verlogene Demagogie rechts im Sumpf liegen… Tue etwas für die Studentenschaft in Münster und nicht nur für die bloße Eigendarstellung. Organisiere Konzerte, Veranstaltungen oder Reisen nach Mars und finanziere dadurch die Semestertickets… – so schaffst Du wenigstens Arbeitsplätze… und das ist besser so… und das ist die beste WERBUNG… In diesen Sinne “VIEL ERFOLG”!
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Salut! ich bin seit April hier an der WWU. Heute war ich kurz in eurer Rechtsberatung, aber der Anwalt meinte pflichtbewusst zu mir, dass er nicht “gegen den Asta” beraten kann – und in der Sache geht es wohl, so leid es mir tut, “gegen den Asta”. Im Sommersemester 2009 hat man mich gebeten, 70 Euro für ein Semesterbusticket zu bezahlen, das ich genau viermal gebraucht habe. Nun soll ich weitere 40 Euro für ein NRW-Semesterticket bezahlen – das ich genausowenig brauchen werde, da ich aus Bayern stamme und meine Strecken entsprechend sowieso nicht davon abgedeckt werden. Ich hab mich selbst ein bisschen umgehört und doch auch ein paar Leute gefunden, die der gleichen Ansicht sind. Welche ist das? Nun, folgende: Das NRW-Ticket ist eine gute Sache. Ich freu mich für die vielen Kommilitonen, die jetzt öfter die Möglichkeit haben, ihre Familie und ihre Freunde in NRW zu besuchen. Das ist ein echter Gewinn und unsere Unis in Bayern könnten sich da mal eine Scheibe abschneiden. Aber: Es bleibt dabei, dass das NRW-Ticket für mich und andere eine belastende Zwangsabgabe darstellt. Insgesamt sind es 113 Euro, die ich im Semester zum Fenster raus werfe. Ein Umstand den ich nicht einsehe, da Zwangsabgaben mir generell sauer aufstoßen. Ich wüsste jetzt gern erst mal, warum das NRW-Ticket als Zwangsabgabe eingeführt worden ist, obwohl es im Wintersemester noch ein Votum gegeben hat, bei dem das NRW-Ticket klar verloren hat – die Wahlbeteiligung sprach eine deutliche Sprache. Und ich würde gerne erfahren, wie meine Kommilitonen und ich uns von dieser nutzlosen Abgabe befreien können. Zur Klarstellung: Bitte versteht mich jetzt nicht als einen krassen Querulanten, der sich gegen die Asta stellen will – ich will einfach die Interessen derjenigen artikulieren, für die das NRW-Ticket ausschießlich eine Belastung darstellt. Ich hoffe sehr auf eine Antwort und auf konstruktiven Dialog!
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Super, das es demnächst das NRW-Ticket gibt. Vielen Dank!
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Lieber AStA-Vorsitzender. Vielen Dank für eine zusätzliche Erhöhung des Semesterbeitrags um 38 €. Das NRW Ticket ist leider nicht für alle Studenten der WWU sinnvoll. Bspw. für mich als Hamburger hat es einen Nutzen von 0. Sicherlich ist es aber für die Mehrzahl der Studenten in Münster lohnend und daher vertretbar. Aber warum setzt Ihr euch nicht mal dafür ein, dass dieses Semesterticket optional ist, bzw. was sind die Gründe dagegen? Eine Frage zur Erstattung der Gebühr für mittellose Studenten, weil es mich interessiert: Wann ist man mittellos? Ich dachte an sich mittellose Studenten erhalten Hilfe vom Staat durch BAFÖG und sind dann nicht mehr mittellos, sondern bekommen maximal 6oo-700€!?! Wieso gibt es dann noch mittellose Studenten?
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Hallo Benjamin, wird das NRW-Semesterticket ausschließlich in NRW und auf den bisherigen Bahnstrecken gelten oder auch auf den Strecken, die außerhalb von NRW liegen, aber durch das normale bei der Bahn erhältliche NRW-Ticket abgedeckt sind (beispielsweise die Strecke Rheine => Bad Bentheim)? Schon lange ärgere ich mich darüber, dass es mit dem herkömmlichen NRW-Ticket möglich ist, nach Lingen und sogar nach Holland (!!!) zu fahren, aber nicht nach Bad Bentheim, was viel näher an Münster liegt als etwa Lingen. Das kann eigentlich nicht sein, da sicherlich mehr Studenten an der Uni aus der Grafschaft Bentheim stammen als aus Enschede.
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Sehr geehrter Herr Holsing, vielen Dank für die Asta-Infomail, die heute bei allen Studierenden einging. Eine kleine Anmerkung: die Informationen hätten gerne auch VOR der Semestergebührenzahlungsaufforderung kommen können, so dass man nicht aus heiterem Himmel eine Summe von 190 Euro hätte aufbringen müssen. Eine Nachfrage habe ich zum Punkt 10: Doktoranden können das NRW Ticket wieder abgeben und die Summe erstattet bekommen. Verstehe ich es richtig, dass ich dafür nicht in Münster und Umgebung wohnen darf? Was macht das für einen Sinn? Da ich als Doktorandin in Münster wohne, muss ich NIE durch NRW reisen und dieses Ticket ist für mich – wie für viele, viele andere Studierende – total überflüssig und ich möchte es daher gerne zurückgeben. Wohin sollte ich denn fahren? Die Uni ist vor meiner Haustür mit dem Rad zu erreichen und mein Erstwohnsitz ist hier in MS, so dass ich auch nicht mit dem Ticket nach Hause fahren muss. Könnten Sie diesen Punkt daher noch einmal überdenken und revidieren? Am Besten wäre es ja, das NRW-Ticket würde wieder abgeschafft, da es nur einem wirklich kleinen Kreis von Studenten nutzt und den Großteil finanziell sehr belastet. Ich möchte mit dieser Mail auch meinen Protest und Unmut über das NRW-Ticket zum Ausdruck bringen und Sie bitten, die vielen Beschwerden, die bei Ihnen zum Thema NRW-Ticket eingehen, ernstzunehmen und auch für uns Studenten einzutreten, die dieses Ticket nicht haben wollen. Bitte schaffen Sie es wieder ab oder lassen es auf freiwilliger Basis kaufen.
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Das ist die erste gute Sache, die der Asta gemacht hat. Sehr schön. Danke!
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Hezrlichen Glückwunsch sie haben gut dazu beigetragen, dass das Studieren immer unbezahlbarer wird. Eine studentische Interessenvertretung bei der sich einige Leute meinen, sich zu profilieren, ruiniert Einiges. Werden sie bei ihren Formulierungen etwas neutraler. Der alte Asta hat sich wenigstens Demokratisch verhalten und nicht das Ergebnis der Abstimmung so Interpretiert wie er wollte. Und sich dann als Retter aller Studenten dargestellt.
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Sehr geehrte Damen und Herren, gestern habe ich eine E-Mail von AStA bekommen, aus der folgt, dass ich ein NRW-Ticket bekommen soll. Ich brauche aber kein NRW-Ticket, es reicht mir ein normales Semesterticket. Ich habe mir den Brief mit der Rückmeldung für das WS2009/10 noch Mal angeschaut und erkunden, dass ein Betrag in Höhe von 38,00 Euro für das NRW-Ticket mitgezählt wurde. Ich wusste gar nichts über die Existenz des NRW-Tickets. Ich möchte also kein NRW-Ticket bekommen und möchte den Betrag in Höhe von 38,00 Euro, den ich für das NRW-Ticket bezahlt habe, zurück bekommen.
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Das mit dem Semesterticket ist wirklich klasse! In der Info steht etwas mit Rückerstattung für Bedürftige (?). Wann gilt ein Student als bedürftig und welche Unterlagen müssen vorgelegt werden?
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Guten Morgen lieber Asta, ihr ignoriert auch gerne, dass das Ticket für _viele_ Studenten lediglich eine zusätzliche finanzielle Belastung ist, oder? Schön, dass wir nun pauschal dafür bezahlen, die Option zu haben, nach Köln/Aachen/Siegen/… zu fahren. Haben wir zwar bisher nicht gemacht und ein Ausflug nach Köln hätte auch bisher keine 38 Euro gekostet, aber das scheint egal zu sein. Mag sein, dass wenige Studenten von dem Ticket profitieren, aber noch mehr Studenten bringt es nichts. Zusätzlich zu teuren Heimfahrten nach Bremen/Hamburg/Berlin/… fallen nun jedes Semester zusätzliche Kosten an. Ein großer Erfolg!
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Vielen Dank für ein unnötiges Ticket! Wozu wurde eigentlich abgestimmt, wenn dann doch alles anders gemacht wird?
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Kann man das Ticket auch zurückgeben? Ich kann damit überhaupt nichts anfangen, da ich damit lange nicht bis nach Hause komme… Und ganz ehrlich: anderen Studenten ihre Freizeitfahrten zu finanzeren steht nicht ganz oben auf meiner to-do Liste! Ich bin überhaupt nicht einverstanden mit dieser Zwangs-Sozialisierung!
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Toll!!! Riesen Lob von meiner Seite für Euer Engagement!
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Sehr geehrter Herr Jesping, Ich sehe das NRW-Ticket nicht als großen Erfolg an, da man als Autofahrer nur jetzt mehr Geld für den Semesterbeitrag ausgeben muss. Kann man auch irgendwie dieses NRW-Ticket zurückgeben und die Mehrkosten erstattet bekommen?
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Hallo! Bezüglich der Mail von heute Morgen. Es ist wahrscheinlich oder sogar sicherlich ein grosser Verhandlungserfolg für den Asta. Für die Studierenden, die Uni Münster und die Studierendenvertretung nicht unbedingt. Ich finde es persönlich sehr unverschämt allen Studierenden verbindlich dieses Ticket aufs Auge zu drücken. Für 38EUR muss ich 5,5 Stunden arbeiten und dieses Ticket bringt mir rein gar nichts. Der Erwerb des Tickets sollte freiwillig sein. Ich finde es alles andere als sozial und gerecht, dass ich den Studierenden aus NRW die wöchentliche Heimfahrt zu Mama zahlen sollen. Hinzu kommt, dass der ganze Prozess aus meiner Sicht nicht transparent war. Plötzlich steht auf der Rechnung einfach dieser Betrag von 38EUR! Bitte, keine Antwort auf diese Mail. Aber meine Kritik sollte berücksichtigt werden.
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Ihr seid doch die ganze Zeit dagegen gewesen, also tut jetzt nicht so, als ob der ASTA da großartig was geleistet hat! Dieses Ticket hätte viel früher kommen müssen!
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Super… Ein NRW-Ticket für Bummelbahnen und Busse? Wo sollen wir denn in dem Tempo hinfahren, wo wir nicht schon mit unserem normalen Semesterticket hingekommen wären? Hinzu kommt: Münster liegt am Rand von NRW. Ihr benachteiligt durch das NRW-Ticket also alle, deren Ziele im sehr nah gelegenen Niedersachsen liegen, die aber trotzdem die Kosten mittragen sollen. Ich weiß, aus welchen Zahlen ihr eine Zustimmung abgeleitet habt… Die Mehrheit der Studierenden wurde mit der Frage aber gar nicht erreicht. Etwas so Wichtiges hättet ihr besser erfragen müssen! Es sei denn, euch war unsere Meinung egal… Und sowas nennt sich ‘Interessenvertretung’. Ihr verbucht da etwas als ‘Erfolg’, mit dem die Mehrheit der Studis vermutlich NICHT einverstanden ist. Herzlichen Glückwunsch.
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Lieber Benjamin, warum haben die Studierenden eigentlich über das Ticket abgestimmt, wenn der Asta dann doch macht, was er will ? Ist das der in der Mail genannte große Erfolg ? Demokratie habe ich irgendwie anders gelernt. Kannst Du mir das bitte erklären ? Der Asta sollte doch gerade durch Vorbild ein demokratisches Gegengewicht zu den auf die Professoren ausgerichtete anderen Institutionen sein. Durch die Aktion werden die Studenten nur noch (uni-)politikverdrossener als sie es so schon sind – die Wahlbeteiligung spricht da ja Bände.
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Hallo! Ich finde es klasse, dass Ihr es mit dem NRW-Semesterticket geschafft habt. Gerne würde ich mir auch eins bestellen, habe allerdings schon meine Gebühren überwiesen und auch mein normales Ticket bekommen. Wie komme ich jetzt daran? Einfach Geld überweisen???
Antwort: Mit dem Semesterbeitrag, den du an die Uni überwiesen hast, hast du das NRW-Semesterticket bereits bezahlt. Es wird dir rechtzeitig vor Semesterbeginn zugeschickt werden.
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Hallo, mal eine Frage am Rande: wieso konnte jetzt Knall auf Fall das NRW Ticket durchgeboxt werden, wenn noch vor wenigen eine Abstimmung darüber gescheitert ist? Irgendwie kommt einem entweder die Abstimmung oder die jetzige Situation spanisch vor… LG
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Ich finde es recht unverschämt, das NRW-Semesterticket gegen das Interesse der Mehrheit der Studierenden (das Abstimmungsergebnis der Umfrage ist ja eigentlich wohl bekannt?!) durchzusetzen und es dann noch als “großen Erfolg deiner studentischen Interessenvertretung” zu verkaufen. Offensichtlich war der AStA anderer Meinung als die Mehrzahl der Studierenden und hat sich über das Abstimmungsvotum hinweggesetzt und eigenmächtig neue Verhandlungen und auch einen Abschluss durchgesetzt. Toll, jetzt zahle ich im Semester 38,- Euro mehr und habe gar nichts davon! Wozu gibt es eine Urabstimmung, wenn sich keiner an das Ergebnis hält??? Ich fühle mich ja doch ziemlich auf den Arm genommen! Sehr, sehr schade – offensichtlich ist der AStA nicht dafür zuständig, tatsächlich die sogar abgefragten Interessen der Studierenden zu vertreten, sondern nur seine eigenen… Damit ist er definitiv nicht “meine” Interessenvertretung.
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Ich hatte bei der Umfrage gegen das NRW-Ticket gestimmt und bin extrem entzürnt darüber, dass das Ticket trotz des Wahlergebnisses eingeführt wird. Ich komme aus Niedersachsen und werde keine Zeit haben, es zu benutzen. Aber vielen Dank auch für die Mehrkosten, die uns eingehandelt wurden.
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Hallo Benjamin Holsing, ich habe ganz große Probleme mit dem Semesterticket!!!! Ich frage mich, was das für ein Erfolg meiner studentischen Interessenvertretung sein soll? Für mich sind diese 38 Euro nicht nur auf die Straße geschmissenes Geld, sondern vielmehr eine zusätzliche finanzielle Belastung! Wie ist es letztendlich doch noch zu dieser Entscheidung gekommen? Meinen Informationen zufolge war die Wahl unter geringer Beteiligung gelaufen, kam es da zu einer eindeutigen Mehrheit? Ich hätte gerne genaue Informationen zum Hintergrund dieser Angelegenheit. Die Mehrzahl meiner Kommilitonen hat erst mit der Zahlungsaufforderung im Zuge der Semesterrückmeldung von der endgültigen Entscheidung erfahren und waren darüber nicht sonderlich glücklich. Gibt es eine Möglichkeit gegen das Semesterticket Einspruch zu erheben?
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Ja alles schön und gut, aber es stellt sich doch die Frage, wie das NRW-Ticket eigentlich nun doch durchgekommen ist. Gab es nicht eine Abstimmung der Studierenden, bei der das NRW-Ticket abgelehnt wurde?
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Hallo liebes AstA-Team, auch wenn ich leider aufgrund meiner begrenzten Zeit im Endspurt meines Studiums gar nicht mehr so einen großen Nutzen von der neuen Errungenschaft haben werde, mich aber schon lange danach ‘gesehnt’ habe, um Zusatzkosten bei meinen Heimfahrten sparen zu können, möchte ich Euch dennoch ganz herzlich danken für Euren Kampfgeist und nunmehr erfolgreichen Einsatz!
Yipee Am meisten hätte ich mich natürlich über eine Beendigung der Studiengebührenzahlung gefreut, aber das wird’s wohl nicht mehr geben, da ja eher die Tendenz dahin geht, dass in allen Bundesländern leider zunehmend Studiengebühren eingeführt werden?! Alles Gute & lb. Grüße, macht weiter so.
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Danke lieber Asta, für ein Ticket, das ich nicht brauche, das ich nicht wollte und das ich nun trotzdem bezahlen darf. Ich finde es bedenklich, wie Ihr mit einer demokratischen Meinungsbildung umgeht. Die Urabstimmung letztes Jahr hatte bekanntlich NICHT die erforderliche Mehrheit gebracht. In meinen Augen macht Ihr euch zudem politisch unglaubwürdig, wenn Ihr Vorne gegen Studiengebühren wettert (fürs Protokoll auch ich lehne diese ab), und durch die Hintertür selber an der Gebührenschraube dreht. Ich hoffe die studentischen Stimmen im Parlament werden durch diese Aktion nicht ebenfalls unglaubwürdig und damit wertlos, denn den Professoren habt Ihr hiermit Gratismunition geliefert. Der Gipfel der Unverschämtheit ist es nun auch noch sich mit dieser Gebührenerhöhung zu brüsten. Sicherlich sind knapp 40€ nicht mit 275€ zu vergleichen, allerdings habt Ihr mein Vertrauen damit verloren. PS: Eure aktuellen Homepage Eintragungen klären meine Verwirrung ein wenig auf, Sätze wie „der unabhängige ASTA macht’s einfach besser“ haben Sandkastenniveau und zeigen, dass Ihr euch scheinbar mehr aufs Schaulaufen als auf eine geregelte Interessensvertretung interessiert.
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Super!
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Lieber Asta, in Zeiten der zunehmenden finanziellen Belastungen empfinde ich die Einführung des NRW Tickets einigermaßen befremdlich, da mir der breite Nutzen nicht klar wird. Daher eine kleine Anregung: Da im höheren Alter und Semester die finanziellen Belastungen höher werden (Wegfall von Kindergeld, kein Bafög, eigene Versicherung) könntet ihr doch mit der DB darüber diskutieren, die “Bahncard 50 ermäßigt” auch für Studenten erhältlich zu machen jenseits der 27. Das würde dann unabhängig der Region, wo man herkommt oder wo man gerne hinfährt, eine Entlastung schaffen und ebenso die ökologische Mobilität fördern. Wie wärs?
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Sehr geehrter Herr Holsing, nun ist das NRW-Ticket durch Beschluss des Studierendenparlaments doch eingeführt worden. Ich frage mich also, wieso die Studierenden überhaupt um ihre Meinung zur Einführung gefragt worden sind. Denn letztlich – auch wenn nur aufgrund des zu geringen Quorums – ist kein Plazet durch die Studierendenschaft für die Einführung erteilt worden. Es scheint mir, dass mit der Einführung des NRW-Tickets ein seltsames Demokratieverständnis bei denjenigen, die den Beschluss zur Einführung gefasst haben, durchscheint. Mit freundlichem Gruß!
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Lieber Asta, ich möchte gerne einige Worte zum Semesterticket loswerden: Ich finde es persönlich nicht gut, dass das NRW-weite Semesterticket verbindlich einführt worden ist! Jeder, ob er will oder nicht, muss nun 38 Euro mehr als sowieso schon bezahlen, egal ob er das Semesterticket auch nutzen möchte oder nicht. Ich weiß, es gab eine Umfrage unter den Studierenden, an der ich auch teilgenommen habe, mich würd mal interessieren, wie die ausgegangen ist… Man hätte das Semesterticket gerne auf freiwilliger Basis einführen können, dann wären alle glücklich gewesen, aber das hätte sich wahrscheinlich für die Verkehrsbetriebe nicht gelohnt, deshalb lieber allen das Geld abnehmen. Außerdem hab ich auch nichts von dem Ticket, wenn ich aus einem anderen Bundesland komme, und nur durch NRW fahren kann! Und dann auch nicht mal mit einem Verkehrsmittel, mit dem es sich lohnen würde, mal eben bis nach Düsseldorf zu fahren, nein, das Ticket gilt nur für Busse, Nahverkehrszüge u.s.w…. Für mich ist das rausgeschmissenes Geld! Herzlichen Dank
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fewchheit mit dem semesterticket
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Hallo “Asta-Team”, ich möchte mich ganz herzlich bei euch bedanken, dass ihr euch so für das NRW-Ticket eingesetzt habt und ihr es in diesem kurzen Zeitraum geschafft habt, dass das NRW-Ticket bei uns eingesetzt wird!!!! Macht weiter so!!!
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Was heißt hier “großen Erfolg deiner Studentischen Interessenvertretung?” Ein Großteil der Studierenden wollte das Ticket nicht – der Wille der ‘Partei’ hat sich durchgesetzt. Wie damals auf der anderen Seite der Mauer. Ich freu mich aber trotzdem drauf alle UBahnen in NRW auszuprobieren. Habe ich bestimmt ganz viel Zeit zu als Student. Grüße.
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Lieber AstA-Vertreter, ich bin insgesamt etwas unzufrieden: Erstens fände ich es gut, wenn ihr mehr Mails wie diese herausschicken würdet. Ich bekomme nämlich von dem war ihr tut rein gar nichts mit. Und damit stehe ich nicht alleine da. Jetzt aber mein eigentliches Anliegen: Ich finde es äußerst besorglich, dass der Semesterbeitrag in so einem rasanten Tempo in den letzten Jahren angestiegen ist. Natürlich liegt das zu einem großen Teil am Semsterticket und jetzt zusätzlich am NRW-Ticket. Ich verstehe den Sinn und Zweck dieses Tickets und halte es auch für eine insgesamt gute Einrichtung. Was ich nicht vestehen kann ist, dass ich zu diesem Ticket gezwungen werde. Es kann doch nicht so schwierig sein, eine Wahlmöglichkeit einzuführen. Ich nutze das Ticket nicht. Da, wo ich wohne, ist plattes Land. Die nächste Stadt ist sechs Kilometer, die nächste Bushaltestelle zwei Kilometer weit entfernt. Man hat bei uns ein eigenes Auto und fährt damit die größeren Strecken. Wenn ich in Münster bin, fahre ich mit dem Fahrrad. Mit dem Bus zu fahren hieße für micht mehrere Kilometer zu laufen und dann mehr als zwei Stunden Fahrtzeit auf mich zu nehmen, für eine Strecke, die ich im Auto in einer dreiviertel Stunde zurück lege. Das tue ich nicht und ich sehe auch nicht ein, warum ich mich dafür entschuldigen sollte. Mit meinen aktuellen 38 Euro (von dem Geld für das normale Semesterticket ganz zu schweigen) finanziere ich also andere. Bei vielen Dingen, wie Kinderkrippe oder der Finanzierung eurer Arbeit kann ich das gut verstehen. Bei diesem Ticket allerdings nicht. Das hat ja im engeren Sinne nichts mit Solidarität zu tun. Ich gehe fest davon aus, dass die Mehrheit der Studenten das NRW-Ticket auch als Wahloption buchen würde. Wenn sich das Ticket für sie lohnt, sind sie sicher auch dazu bereit einen höheren Preis dafür zu zahlen. Falls man die Kosten weiter senken möchte, könnte man sich bei den Verhandlungen mit den anderen Unis und FHs in NRW zusammenschließen und mit Sicherheit einen guten Preis heraushandeln. Vielleicht sollte mal eine Diskussion darüber angeregt werden, ob es nicht an der Zeit wäre, das Semesterticket und das NRW-Ticket aus dem Semesterbeitrag heraus zu nehmen und beides als Wahloption anzubieten. Es kann ja irgendwie nicht sein, dass ansonsten immer peinlich genau darauf geachtet wird nicht alle über einen Kamm zu scheren und wenn es ums Geld geht sind auf einmal alle gerngesehene Zahler. Auch wenn sich die Mehrheit der Studenten für das Ticket entschieden hat, fände ich es schade, wenn ihr die Minderheit vollkommen unberücksichtigt ließet. Über eine kurze Antwort würde ich mich freuen. Mit besten Grüßen.
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Das mit dem Semesterticket ist wirklich klasse! In der Info steht etwas mit Rückerstattung für Bedürftige (?). Wann gilt ein Student als bedürftig und welche Unterlagen müssen vorgelegt werden?
Antwort: Infos und das Antragsformular findest du im Artikel Erstattung des Beitrags für das Semesterticket. Wenn du weitere Fragen haben solltest, wende dich bitte an die AStA-Sozialberatung oder an das Finanzreferat, Tel.: (0251) 83-23054.
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Lieber AStA, leider kann ich keinerlei Erfolg für dieses NRW-Ticket verbuchen. Ich finde es ehrlich gesagt eine Unverschämtheit, dass Ihr Euch völlig eigenmächtig über das Ergebnis der Studenten-Befragung hinwegsetzt!!!!! Ist das ein Erfolg für die Demokratie oder für Euren Lebenslauf?? Nicht einmal ein Drittel der Studenten wollte dieses blöde Ticket und nun müssen alle dafür zahlen, dass ein paar wenige am Wochenende zu Mami und Papi fahren können. Dass man sich an die Sozialberatung wenden kann, ist ja gut und schön, Ihr schreibt aber auf Eurer eigenen Seite, dass nur sehr, sehr wenige mit einer Erstattung rechnen können. Ich kann nicht begreifen, wie Ihr Euch (sehr dankenswerterweise) gegen Studiengebühren einsetzt – unter anderem mit der Begründung, dass viele Studenten sowieso schon arbeiten müssen, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren – und dann selbst die Kosten für einen absoluten “Luxusartikel” in die Höhe treibt! Gegen den Willen der Mehrheit!!! Ich komme leider aus sehr armen Verhältnissen, konnte mir nicht mal direkt nach der Schule ein Studium leisten. Die Einkommensgrenze ist für Eltern ist aus vermutlich christlichen Gründen bei Alleinerziehenden einfach mal geringer und meine Mutter wollte nicht ihr letztes Geld für ein Studium ausgeben, zumal sie noch ein anderes Kind hat. Einen Vater, der Unterhalt zahlt, habe ich (wie ca. 75% der Kinder geschiedener Paare) nicht. Daher habe ich ein bezahltes Fachhochschulstudium absolviert, so dass ich jetzt in diesem (von mir ungeliebten) Job arbeiten und mir so mein Studium finanzieren kann. Gleichzeitig habe ich noch einen weiteren Job als Hilfskraft in der Hoffnung, irgendwann vielleicht einmal den Beruf zu haben, den ich schon immer wollte. Da ich nun durch diese Jobs tatsächlich etwas Geld verdiene, komme ich als Sozialfall wohl nicht in Frage. Und jetzt soll ich nach all der Anstrengung und Mühe, mein sauer verdientes Geld für ein paar blöde Heimfahrer ausgeben? Freizeit, um in diesem häßlichen Bundesland umherzufahren, habe ich eh nicht! Worüber genau soll ich mich also freuen?? Falls sich in Eurem Sozialtopf also noch die 38 € für jemanden wie mich finden, freue ich mich über eine Nachricht. Im Übrigen seid Euch gewiss, dass Ihr ein hervorragendes Beispiel seid, dass Demokratie nicht funktioniert – und das erschreckenderweise nicht einmal in einer SELBSTvertretung – obwohl, Euch selbst scheint Ihr ja gut zu vertreten, nur die anderen stören irgendwie. In tiefer Enttäuschung.
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Hezrlichen Glückwunsch sie haben gut dazu beigetragen, dass das Studieren immer unbezahlbarer wird. Eine studentische Interessenvertretung bei der sich einige Leute meinen, sich zu profilieren, ruiniert Einiges. Werden sie bei ihren Formulierungen etwas neutraler. Der alte Asta hat sich wenigstens Demokratisch verhalten und nicht das Ergebnis der Abstimmung so Interpretiert wie er wollte. Und sich dann als Retter aller Studenten dargestellt.
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Lieber Jochen, ich kann durchaus verstehen, dass Ihr persönlich das NRW-Semesterticket als “großen Erfolg” empfindet, denn Verhandlungen bedeuten natürlich immer viel Arbeit. Es ist Euch aber bestimmt auch nicht entgangen, dass nicht alle Studenten zugunsten dieses Tickets abgestimmt haben. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Z.B. gibt es einige Studenten, darunter auch mich, die für das bisherige Semesterticket schon keine Verwendung hatten. Diese ca. 75 Euro waren deshalb nicht nur eine erhebliche finanzielle Belastung für uns (nämlich der Arbeitslohn von 10 zusätzlichen Stunden eines Studi-Jobs), sondern auch Geld, dass wir ausgeben mussten, ohne dafür etwas (für uns) Sinnvolles zu bekommen. Aus Solidarität mit meinen Kommilitonen habe ich dieses Geld aber immer gerne gezahlt. Dass nun zu diesem Betrag aber weitere (ca.) 38 Euro kommen, ist für mich persönlich nicht gerade ein Grund zur besonderen Freude, denn sie bedeuten für mich weitere 5 Stunden Arbeit, deren Lohn ich nicht in die Miete oder in andere lebensnotwendige Dinge stecken kann, sondern meiner Meinung nach für das Luxusbedürfnis anderer Studenten ausgeben muss. Denn wofür braucht man ein NRW-Ticket? Durch das bisherige Semesterticket war es ja sogar möglich, z.B. in Recklinghausen zu wohnen und mit Hilfe des Semestertickets zur Uni zu gelangen – was ich ohnehin für eine zweifelhafte, da nicht sehr effektive Methode zu studieren halte. Falls es tatsächlich Studenten gäbe, die morgens noch weitere Wege zurücklegen wollten, so sollte das in ihrer eigenen Verantwortung liegen und somit auch mit ihrem eigenen Geld bezahlt werden. Aber darum geht es ja gar nicht. Bei dem NRW-Semesterticket geht es darum Ausflüge in andere Städte zu machen, Freunde zu besuchen, etc. – alles schöne Dinge, aber dennoch Freizeitaktivitäten, die mit dem Studium nichts zu tun haben, sondern nur dem persönlichen Vergnügen dienen. Gegen persönliches Vergnügen habe ich natürlich nichts einzuwenden, man muss es sich allerdings auch leisten können. Deshalb sollte jeder Student selbst entscheiden dürfen, wieviel Geld er im Semester für solche Freizeitaktivitäten übrig hat. Ich finde es sehr bedauerlich zu sehen, dass momentan offenbar sowohl der ursprüngliche Sinn des Semestertickets verloren geht, als auch die Solidarität mit anderen Studenten, die sich solche “Vergnügungstickets” nicht leisten können oder wollen, da sie ihren Lebensunterhalt selbst erarbeiten müssen und sich keines Dauerauftrags von Papas Konto erfreuen. Wenn sich der Großteil der Münsteraner Studenten ein solches Ticket wünscht, werde ich dies natürlich dem demokratischen Gedanken entsprechend akzeptieren, möchte aber darauf hinweisen, dass Formulierungen wie “einen großen Erfolg deiner studentischen Interessenvertretung kannst du ab kommenden Semester in Händen halten und nutzen” für Studenten wie mich, die jeden Monat sehen müssen, wie sie über die Runden kommen, ein Schlag ins Gesicht sind – denn ich habe leider nicht das Gefühl, dass meine Interessen momentan besonders gut vertreten werden. Mit freundlichen Grüßen.
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Eine Frage: Stimmt es dass man (am Wochenende?!) auch noch jemanden mitnehmen darf? Könnte ich also nun z.B. mit dem Ticket ab Oktober mit meinem Freund (kein Student in NRW) von Rheine nach Aachen fahren oder so etwas? Wir wissen VIEL zu wenig
Vielen Dank!
Antwort: Werktags ab 19 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen ganztägig darfst du eine Person oder ein Fahrrad in den Bussen innerhalb des Stadtgebiets von Münster mitnehmen, so wie es auch bisher möglich war. Darüber hinaus ist keine Personenmitnahme im Semesterticket inbegriffen. Für die Strecke von Rheine nach Aachen wird dein Freund also auch weiterhin ein eigenes Ticket kaufen müssen.
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Gute Fahrt? Das ist jawohl ein Witz. Wozu fragt ihr uns eigentlich und macht eine Urabstimmung, wenn ihr entgegen des Ergebnisses dieser Abstimmung trotzdem das NRW-Ticket einführt. Das ist wirklich das Letzte.
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Mitdiskutieren!
Bitte nur Kommentare zum Semesterticket! Für persönliche Anfragen oder Kommentare schreibe bitte an Benjamin (AStA-Referent für Ökologie und Mobilität): asta.seti[at]uni-muenster.de. Kommentare mit beleidigenden, rassistischen, sexistischen oder gewaltverherrlichenden Inhalten sowie strafrechtlich relevante Kommentare oder Aufrufe zu Straftaten werden gelöscht.





6.09.2009 um 16:04
Es ist für mich das Beste was passieren konnte, dass das NRW-Ticket eingeführt wurde. Wenn man die Stimmen berücksichtigt, die bei der Urabstimmung dafür waren, so haben diese doch nur sehr sehr knapp das angestrebte Ziel verfehlt, weswegen ich es mehr als gerechtfertigt halte das NRW-Ticket trotzdem einzuführen. Wenn ich nach Hause zu meinen Eltern fahre muss ich für Hin- und Rückfahrt schon alleine 18 EUR bezahlen. Alte Freunde die an anderen Unis in NRW sind, kann ich auch nicht mal einfach besuchen, (im Gegensatz zu allen anderen Leuten die ich kenne, die alle ein NRW-Ticket haben) ohne viel Geld dafür zu verpulvern. Ich bin voll und ganz für das NRW-Ticket und vor allem ist auch sehr erfreulich, dass die alten Grenzen des Semestertickets, die über NRW hinausgehen, weiterhin erhalten bleiben. Ich bedanke mich für euren Einsatz.
7.09.2009 um 09:41
Keine Ahnung,ob die ganzen Leute,die Feedback gegeben haben,hier nochmal reingucken,aber hier tummelt sich ja eine Menge Halbwissen und einige Kritikpunkte,hauptsächlich die polemischer Natur,haben in der Form einfach keinen Bestand.
Naja,zur Sache:
1)An so manche Kritiker:Es gibt nicht “den AStA”,bzw. schon,aber der ist nicht notwendiger Weise identisch mit dem AStA des Vorjahrs oder noch weiterer Zeit davor.D.h. auch,dass z.B. der letzte AStA das NRW-Ticket mit Gewalt durchgeboxt haben kann,der aktuelle AStA dann vor beschlossenen Tatsachen stand und in kürzester Zeit das beste draus machen musste.Es galt also die Bedingungen human zu gestalten,undzwar in kurzer Zeit.Dass das gelungen ist,insbesondere die Ausstiegsklausel nach einem Jahr die euch ja wirklich sehr entgegenkommen sollte,ist de facto ein großer Erfolg.
Das heißt auch,dass der aktuelle AStA durchaus die ganze Zeit gegen das Ticket im nun/vorher vorliegenden Zustand gewesen sein kann.Nur wenn der vorige AStA einen unkippbaren Beschluss (wenn ihr zielgerichtet kritisieren wollt:guckt euch die StuPa-Protokolle an,dann wisst ihr,an wen ihr polemische Mails schreiben solltet) organisiert,ist man als demokratische Institution an eben diesen Beschluss gebunden.Sich dem Beschluss des höchsten studentischen demokratischen Gremiums zu widersetzen,weil man mit dem Beschluss nicht einverstanden ist..DAS wäre undemokratisch.Die Ausdrucksweise bzgl. des Tickets hat also nichts mit aalglatter politischer Rhetorik zu tun,solche Vergleiche sind vollkommen deplatziert,insbesondere wenn ihr scheinbar garnicht wisst,worüber ihr grad redet (wenn ihr das doch wisst..warum kritisiert ihr dann den aktuellen AStA?!) .Schön auch,dass einige nichtmal eine erklärende Antwort auf ihre Mail wünschen,stellt eure Ignoranz wunderschön zur Schau.Leute,die sich aus dieser Position heraus und vor dem faktischen Hintergrund anmaßen,das Verhalten der an der Abwicklung des aktuellen NRW-SeTi Beteiligten ReferentInnen als Frechheit zu bezeichnen,kann ich als Personen (!) nur schwerlich Ernst nehmen.
Um die entsprechenden ReferentInnen mal in Schutz zu nehmen:Egal,wie der aktuelle AStA es gemacht hätte..das hier ist eine polarisierende Angelegenheit,in der man praktisch nichts “richtig” hätte machen können,”Schadensbegrenzung” war das Maximum.Dafür,dass das geklappt hat,solltet ihr dankbar sein.
2)Nochmal an die Kritiker:Die Mail wäre höchstwahrscheinlich früher rausgegangen,wenn z.B. der neue AStA nicht erst seit Mitte Mai existieren würde;Beschwerden über sowas schickt ihr am besten generell an das StuPa,bzw. die ParlamentarierInnen,die so selten anwesend sind und damit vieles zurückwerfen und unnötig verzögern(->siehe Haushalt).
Wenn dann jedenfalls Schlag auf Schlag das Ticket beschlossen wird,schnell bis zum nächsten Semester die Verträge ausgehandelt werden und unterzeichnet werden müssen,kann man nicht schon ab Anfang Juni mit einer Erklärung rechnen.Hätte man sogar wissen können,wenn man sich mal über die hochschulpolitischen Strukturen und Ereignisse(Quellen gibt’s zur Genüge,wenn auch nicht immer vollends objektiv[->Seiten der HoPo-Listen],aber die aktuellen Vorgänge kann man daraus durchaus erahnen..)erkundigt hätte.Klar,ist unglücklich gelaufen und über den Zustand des Tickets hättet ihr wahrscheinlich dank der Geheimhaltung des letzten AStA auch ncihts gelesen,aber immerhin über werden die Gründe ersichtlich,warum ihr nicht schon Anfang Juni informiert werden konntet.
3)An den AStA:Ich persönlich hoffe,dass man jetzt hier nicht den gleichen Fehler macht,wie bei der Urabstimmung.Das Quorum wurde ja mangels ausreichender Stimmen eigentlich verfehlt,deswegen wurde das Ergebnis ja dahingehend interpretiert,dass der Trend klar pro-NRW-Ticket ist und aus dieser ziemlich klaren Tendenz,hochgerechnet auf 100%,hat man dann letztendlich wohl für die Einführung des Tickets argumentiert und dann durchgeboxt.So weit so gut.
Einen ähnlichen Fall sehe ich in dieser Kritikrunde..die Tendenz sagt klar aus,dass das Ticket nicht gut ankommt,allerdings sind ja keine 38000 Rückmeldungen eingegangen,weswegen sich eigentlich jetzt niemand in seiner groben Position (=Ja vs. Nein) zum Semesterticket bestätigt fühlen sollte.Die meisten Menschen machen nur ihren Mund auf,wenn sie sich darüber beschweren wollen,dass man sie ungerecht behandelt.Die,denen es gefällt,sagen in der Regel selten etwas,wäre ja nur zusätzliche Mühe.Die Aussagekraft,bzw. Verbindlichkeit dieses Feedbacks ist also praktisch = 0.Das einzige,das man hieraus ziehen kann,sind einzelne Kritikpunkte,die man in einen evtl. neuen Vertrag mit einfließen lassen kann,wie z.B. die Möglichkeit,das NRW-Ticket als optionale Erweiterung anzubeiten(wobei die DB erstmal mitspielen muss,man ihr also wohl ein Mindestmaß an Konsumenten präsentieren muss,bevor die einschlagen).
Ich persönlich finde das NRW-Ticket gut,obwohl es mir selber auch nicht viel nutzt,da ich mit dem bisherigen SeTi-Bereich immer gut ausgekommen bin und das Ding auch recht wenig benutzt habe letztes Jahr.Allerdings hat man diese 113 Euro so schnell wieder drin,wenn man das Ticket einfach nutzt..ich fühl mich jetzt jedenfalls motiviert,mir mal eine Stadt wie Aachen anzusehen(1 Weg:33-40 Euro,hin und zurück also 66-80 Euro,Geld ist fast wieder drin,den Rest bekommt man an regnerischen Tagen im Bus wieder rein,oder wenn ihr nach Hause in ein anderes Bundesland fahrt,müsst ihr vielleicht eure Anschlusstickets einen Tacken später erst kaufen und spart dadurch auch einiges an Geld).
7.09.2009 um 15:11
Zunächst muss ich Euch ein großes Lob aussprechen, dass Ihr unsere Wahl angenommen habt und das NRW Semesterticket eingeführt habt.
Ich wende mich hier direkt an die vielen Kritiker auf dieser Seite: Die Wahlbeteiligung bei der Urabstimmung zum NRW Ticket war unter aller Kanone, deswegen wurde das Quorum nicht erfüllt, welches für eine verpflichtende Einfuhr des NRW Tickets gesorgt hätte. Das Ergebnis hat aber dafür gesorgt, dass der Beschluss im Studierendenparlament angenommen wurde.
Dass jetzt hier 90 % der Nutzer wild um sich schreien und den Asta niedermachen, ist mir unklar, denn: Warum habt Ihr alle nicht bei der Urabstimmung dagegen gestimmt, warum war kaum jemand bei der Wahl dabei? Wer nicht abstimmt, hat m.E. nach auch kaum eine Berechtigung, jetzt hier das SeTi zu verteufeln.
Abgesehen davon war es mehr als peinlich, das Münster die einzige Uni in NRW war, an der es kein NRW Ticket gegeben hat – diese Uni ist eben eine westfälische Provinzuniversität. Ich komme aus dem Ruhrgebiet, zahle jedes mal 16 Euro um nach Hause und zurück zu fahren und kaufe jedes Jahr eine Bahncard 50 für 120 €. Das fällt nun alles weg.
Das NRW Ticket könnte für mich locker 150 € pro Semester mehr kosten und würde sich immernoch lohnen. Deshalb bin ich sehr froh, dass Münster endlich den Schritt in die Zukunft getan hat und das NRW Ticket eingeführt hat.
Auch wenn das allen Westfalen, die keine Freunde außerhalb der VGM haben, und allen Autofahrern vor den Kopf stößt: So läuft Demokratie. Ich freue mich riesig, jetzt endlich alle Freunde kostenlos besuchen zu können und zu meiner Freundin fahren zu können, weil alles vorher durch einen wesentlich günstigeren Pauschalpreis bezahlt wurde. Super!
Auch wenn ich mit vielen Dingen, die der Asta so tut (z.B. Solidarität mit den Leuten aus der Grevener Str… – was hat das mit den Studenten zu tun?!), nicht einverstanden bin: Hier hat er wirklich gute Arbeit geleistet.
7.09.2009 um 18:00
Wahlplakate ignorieren, Urabstimmung ignorieren, Hochschulpolitik ignorieren, Semesterspiegel ignorieren, Lokalzeitungen ignorieren – und nun meckern?
Viele der Beiträge enthalten Bemerkungen nach dem Motto “davon wusste ich überhaupt nichts” oder “Warum erfahre ich das erst jetzt?” – Sorry Leute, aber wer in einer Demokratie mitreden möchte, sollte vielleicht auch mitlesen und -hören. Vor der Urabstimmung und der StuPa-Wahl im Dezember waren sämtliche Unigebäude mit Plakaten zum Thema Semesterticket Ja oder Nein zugekleistert, an jeder Ecke standen eine Woche lang die Wahlurnen, und jedem stand es frei, pro oder contra abzustimmen, ebenso wie es jedem freistand, bei der StuPa-Wahl seine Stimme einer Liste zu geben, die gegen das Semesterticket war (und da waren Listen beider politischen Richtungen darunter).
Vor und nach der Wahl und Abstimmung ist das Thema sowohl in der Lokalpresse Münsters, und zwar auch kostenlos im Internet, als auch im Semesterspiegel, der kostenlos in allen Universtitätsgebäuden herumliegt, breit und ausführlich diskutiert worden – von den Flyern und Broschüren der politischen Hochschulgruppen ganz zu schweigen.
Es kann also niemand behaupten, er habe völlig unverschuldet von nichts gewusst. Die StuPa-Wahl und die Urabstimmung hätten von jedem bemerkt werden müssen (wenn er nicht gerade ein halbes Jahr im Keller verbracht hat) – und so hätten alle die, die sich jetzt beschweren, weil sie von nichts gewusst hätten, ihren Hintern für 2 Minuten in die Wahlkabine schwingen müssen, um “Nein” anzukreuzen und eine contrapositionierte Liste ins StuPa zu wählen. Aber was ist passiert? Eine Wahlbeteiligung etwas über 30% – nun, Leute, ich weiß nicht, wie Demokratie bei euch funktioniert, aber für gewöhnlich ist es so, dass der Nichtwähler durch sein Schweigen konkludent zu verstehen gibt, dass er sich mit der Entscheidung derjenigen, die zur Wahl und zur Abstimmung gehen, einverstanden erklärt – sonst würde er ja wählen gehen. Vielleicht hat das Ganze somit wenigstens die Funktion, ein Lehrstück in Sachen Demokratie zu sein.
Zur Urabstimmung: Ja, es ist richtig, die Urabstimmung hat das erforderliche Zustimmungsquorum von 30 % der Wahlberechtigten nicht erreicht – wie sollte sie auch, wo doch kaum mehr zur Wahl gegangen sind?
Dieses Zustimmungsquorum mag man befürworten oder nicht, ich persönlich halte es für zu hoch angesetzt angesichts der Tatsache, dass das Zustimmungsquorum für Bürgerentscheide auf Gemeindeebene nur 20 % beträgt – und Gemeinden haben viel weiterreichende Kompetenzen als eine Studentenschaft. Aber das ist natürlich eine Sache, die auf Landesebene geklärt werden müsste.
Fakt ist jedoch, dass das StuPa, wie es das getan hat, die Urabstimmung auch im Falle ihres Scheiterns als Empfehlung nehmen kann – kann, aber nicht muss, und wer wollte, dass es dies nicht tue, hätte eben bei der StuPa-Wahl sein Kreuzchen bei Listen machen müssen, die gegen das NRW-Ticket waren.
Nun, 38 Euro sind nicht die Welt, ich selbst bezahle es gerne, und wer es nicht gerne bezahlt, beuge sich der Mehrheitsentscheidung und zahle es zähneknirschend – schließlich ist er selbst nicht ganz unschuldig an dieser Entwicklung (ausgenommen diejenigen, die zu Wahl und Abstimmung gegangen sind und entsprechend ihr Kreuzchen gesetzt haben) – schließlich ist ein StuPa immer nur für ein Jahr gewählt. Wenn’s euch nicht passt, was dort abläuft, dann geht halt zur Wahl im Dezember und bestimmt mit – dann dürft ihr auch meckern.
Übrigens: Der AStA muss dem Beschluss des StuPa Folge leisten, verantwortlich für die Einführung des NRW-Tickets ist also nicht er, sondern die – direkt gewählten! – Mitglieder des StuPa.
7.09.2009 um 18:26
Lässt sich der Punkt der Optionalität nicht einführen? Natürlich lässt sich der bisher sehr günstige Preis (das sollten dann doch bitte alle Studenten eingestehen; ein NRW Ticket für 6 Monate kostet regulär 1320€!) dann nicht mehr auf dem Niveau halten, aber ich glaube das ist ein faires Zugeständnis an alle die, die das Ticket gar nicht gebrauchen können.
Wie der Herr über mir schon sagt, sparen beispielsweise Leute aus dem Ruhrgebiet ENORM (ich zahle nach Dortmund Hin/Zurück ~25€) ein; wenn diejenigen einen höheren Preis zahlen, sollten die Mindereinnahmen doch ausgleichbar sein? Gesetzt dem Falle ich fahre alle 2 Wochen nach Hause würde ich regulär ca. 300€ zahlen – da kann ich sicherlich auch noch ein paar Euro mehr abdrücken aus Solidarität, damit andere mittellose Mitstudenten nicht meine Reisen mitzahlen müssen.
Vielleicht zuletzt noch ein etwas zweifelhaftes Argument, aber: in Köln zahlt man normalerweise um die 700€ Studiengebühren+Semesterbeitrag. Die monatlichen Lebenshaltungskosten sind auch 50-90€ höher als die in Münster – pro Semester zahlen die Studenten dort also knapp 650€ mehr.
Das darf nicht Rechtfertigung für allerlei Preiserhöhungen sein, aber man muss nicht so derart polemisch werden, als ob man sein letztes Hemd verkauft hätte um 38€ aufzuwenden. Der politische Wille, den hier einige haben um sich wegen 38€ echauffieren, sollten sie dann lieber darin investieren, ihren Unmut gegenüber Studiengebühren kund zu tun, dessen “Gegenwert” sehr viel eher in Frage steht.
8.09.2009 um 11:37
Hallo zusammen!
Zunächst möchte ich betonen, dass die Anzahl negativer Reaktionen, die hier veröffentlicht wurden, nicht die Realität wiederspiegeln. Das liegt wohl daran, dass man Beschwerden schneller losschickt als Lob.
Inhaltlich möchte ich nur zwei Punkte ansprechen:
1. Die Abstimmung
Immer wieder wird gesagt, dass nicht genügend Studenten für das Ticket gestimmt haben – aber was ist dann erst mit denen, die dagegen gestimmt haben? Klar ist, dass der Großteil derer, die sich geäußert haben, dafür waren! Warum soll man jetzt den ganzen Nichtwählern unterstellen, sie seien dagegen? Wenn es so wäre, hätten sie ihr Geld doch wohl durch ein Kreuz zu sparen versucht. Die Realität sieht doch so aus, dass es den meisten egal ist! Ich finde es grundsätzlich schlimm, dass immer so wenige wählen, ob bei Ticket, Boykott oder in der Politik. Ich finde aber nicht, dass man Nichtwählern eine so entscheidende Macht zugestehen sollte – wer kein Kreuz macht, muss halt damit leben, dass er nichts und andere mehr zu sagen haben. Also betrachten wir doch nur die tatsächlichen Wähler und stellen fest, dass die Mehrheit für das Ticket ist.
2. Der Nutzen
Klar: Manchen nutzt das Ticket, anderen nicht. Jetzt kann man viel Meckern, aber am Ende ist das NRW-Ticket nichts anderes als das Semester-Ticket, halt mit größerer Strecke und mehr Kosten. Aber ich finde es gut, dass man hier solidarisch füreinander zahlt – Bahnfahren ist ansonsten ja extrem teuer geworden. So, was macht man jetzt, wenn das Ticket einem nix nutzt? Ganz einfach: Dafür sorgen, dass es nutzt! Wollt ihr “Meckerfritzen” nicht auch mal für einen Tag nach Köln, Gladbach oder sonstwohin fahren? In den Ferien werdet ihr schon den einen oder anderen freien Tag finden – dann ab in den Zug und Spaß gehabt!
3. Die Kosten
Davon abgesehen verstehe ich natürlich das Kostenproblem – Studenten sind ja nicht unbedingt reich… Aber davon werden wir auch nicht verarmen. Für die paar Euros kriegen wir wenigstens noch eine konkrete Gegenleistung – bei den Studiengebühren ist das ja etwas anders! Das will ich jetzt nicht auch noch breit ausführen (ist off-Topic und an anderer Stelle mehrfach ausführlicher besprochen worden), nur kurz zusammenfassend sagen, dass ich der Meinung bin, die Gesellschaft sollte für eine hoch qualifizierte Ausbildung aufkommen, an der sie ja sehr interessiert ist. Darum seid mal aktiver gegen Studiengebühren und beteiligt euch an Boykotts – DANN könnt ihr was relevantes an den Kosten drehen! Aber dann muss man mal wieder feststellen: Den meisten ist auch das wohl egal…
Abschließend noch eine Frage:
Gibt es Infos über die GENAUEN konditionen des NRW-Tickets? Ähnlich wie die Semesterticket-Info, welche Strecken genutzt werden dürfen, die man immer mit dem Ticket zusammen bekommt? Also sind da jetzt ALLE Regional-Züge in NRW dirn – und EXAKT bis zur Landesgrenze? (abgesehen natürlich von Grenzüberschreitung nach alter Regelung – Beispiel Enschede.) Was genau ist mit Bussen, S- und U-Bahn? Alle in NRW? Irgendwelche Beschränkungen?
8.09.2009 um 12:28
Hallo,
ich möchte an dieser Stelle zu bedenken geben, dass sich hier, wie auch sonst üblich in Foren, Internet-Diskussionen etc., hauptsächlich Leute zu Wort melden, die unzufrieden sind, die ein Problem haben. Daher mag der Eindruck entstehen, dass die Mehrheit gegen das NRW-Ticket ist. Diejenigen, die zufrieden sind haben doch keinen Grund sich extra zu Wort zu melden. Ich kenne sehr viele Leute, die total glücklich über die NRW-Ticket-Einführung sind und garantiert keine Dankes-Mail zurückgeschrieben haben. Ich habe mich auch total gefreut und bin gar nicht auf die Idee gekommen, eine positive Rückmeldung auf die Rundmail zu geben. Was ich hiermit aber gerne nachhole!
Also: Ich denke, die o.g. Stellungnahmen und das Verhältnis zwischen negativen und positiven Rückmeldungen darf auf gar keinen Fall als repräsentativ angesehen werden!!!
8.09.2009 um 14:09
Die Einführung des NRW-weiten Tickets bietet für mich enorme Vorteile. Nicht zuletzt, weil ich einige Freunde außerhalb des bisherigen Gültigkeitsbereiches habe, sondern auch da ich aus einem südwestlichen Bundesland stamme, und mindestens zweimal im Jahr meine Familie zu besuchen gedenke, ist die finanzielle Einsparung größer als der Verlust. Selbst bei einmaliger Fahrt in die alte Heimat betragen die Mehrkosten des NRW-Tickets weniger als ein normal erstandenes Ticket der Bahn.
Dennoch bleibt bei mir die starke Befürchtung, dass – wie schon in den letzten 5 Jahren – die Preise des Semestertickets schrittweise angehoben werden. Wie ist das zu verhindern?
Denjenigen, die, da sie keinen perönlichen Nutzen davon haben, das Ticket ablehnen, soll gesagt sein, dass es sich um einen Solidarbeitrag handelt. Ich habe nicht einmal Hochschulradio, -sport oder Kinderkrippen genutzt. Wohnheime und Mensen nutze ich auch nicht. Trotzdem sehe ich die Einrichtungen als sinnvoll und sogar nötig an. Ganz im Gegensatz zu Studiengebühren gibt es hierbei einen konkreten Nutzen, den ich potentiell in Anspruch nehmen könnte.
8.09.2009 um 18:08
Ich bin froh, dass ich durch den NRW-Ticket die Möglichkeit habe, einmal nach Köln zu fahren und dabei den Eindruck zu haben, es würde mir nicht kosten.
Aber es ist meiner Meinung nach nicht Aufgabe einer Studierendenvertretung, sich für meine Shoppingtour oder Konzertbesuche auf Kosten der Studierendenschaft (Solidarmodell) einzusetzen. Genauso bescheuert könnte man auch für ein Solidarmodell für ganz Deutschland argumentieren. Diejenigen mit einer Fernbeziehung oder einem großen Hang zu ihrer Familie würden auch gerne gewinnen, wenn das SeTi dann 500 Euro kostet. Also ist es okay, weil es solidar ist?
Ich nutze das SeTi i Münster nicht rentabel für mich, aber es ist eine Leistung für alle, die in Münster wohnen, damit sie den Weg zur Hochschule zurücklegen können (primäre Aufgabe eines Studis). Für die Freizeitspäßchen von einigen bin ich nicht bereit zu bezahlen. und ehrlich gesagt frage ich mich, ob das NRW-SeTi eine standhafte Klage überstehen würde. (zu differenzieren wohlgemerkt vom normalen SeTi)
8.09.2009 um 21:06
Ich persönlich profitiere vom Semesterticket.
Mache demnächst ein Praktikum in Köln, habe Freunde in Aachen und Bonn, fahre gerne mal zu Konzerten im Pott.
Bedanke mich an dieser Stelle bei allen solidarischen Mitzahlern und Nichtprofiteuren.
9.09.2009 um 02:50
Der Sinn des Semestertickets sollte die Vereinfachung für den Weg von Zuhause zur Uni sein, nicht für Saufereien und Kollegen in anderen Städten besuchen. Dafür kann man doch keine Umlage machen.
Ich hoffe, da wollten sich nicht nur einige von den Jusos (oder wer auch immer das war) profitieren.
Bei diesem Preis bin ich für eine zügige Abschaffung.
9.09.2009 um 02:51
Nachtrag: Ähh…ich hoffe mal nicht, dass hier Leute, die da beim Durchboxen des Semestertickets mitgemacht haben, hier unter verschiedenen Namen Lob reinschreiben und somit ein falsches Bild vermitteln!!
9.09.2009 um 10:24
Hallo Zusammen,
1. Danke für das NRW.Ticket!
2. All diejenigen die hier nörgeln und “von nichts gewusst haben” möchte ich mal dran erinnern, sich hin und wieder -wie man es von mündigen, aufgeklärten und gebildeten Bürgern/Studierenden erwarten sollte – sich einfach öfter zu informieren und an Wahlen zu beteiligen. Eine Wahlbeteiligung von ca. 30% (egal zu welcher hochschulpolitische Thematik) ist ja schon ziemlich peinlich. Wer das Ticket nicht will oder brauchtaber seine Stimme nicht abgegeben hat ist selber schuld!
[Von Euch wollten vermutlich auch nur die wenigsten einen neuen CDU-Bürgermeister, aber wer zu faul ist seinen Wohnsitz umzumelden oder Sonntags bis 18h das Haus zu verlassen...]
3. um mal Eure realitätsfremde Kostenargumentation zu relativieren: ein Monatsticket für den VGM uin der Preislasse 7 (gilt zb. bis Gronau/Coesfeld/Osna/Unna) kostet 190,- (Ja, im Monat). Mit dem klassichen Semesterticket kommt man schon weiter und das für einen Bruchteil des Geldes. Die Ausweitung auf ein NRW Ticket ist entsprechend ein Geschenk. Jeder kleine Arbeiter der tägliche mit dem ÖPNV zur Maloche muss für nen Verdienst von 900€netto, hat im Vergleich doch am Ende auch nur noch 700€ – da gehts vermutlich vielen von Euch finanziell noch besser, oder?
4. Manch einem der hier so seinen sinnfreien und realitätsfernen Populismus verbreitet, wünsche ich viel Vergnügen in der Welt nach dem Studium – dann fällt Euch spätestens auf wie gut es Euch hier gerade geht. Ihr könnt Euch ja schonmal überlegen, wie Ihr Euch später mal aus der Rentenversicherung, dem Solidaritätszuschlag und der gesetzlichen Pflichtversicherung rausreden wollt.
5. Zur angeblich unrechtmäßigen Einführung des Tickets:
Dann tut doch einfach mal was auf politischer Ebene, wenn Ihr das so nicht wollt, mobilisiert Wähler, opfert Eure Zeit für die Sache, labern und Foren vollquasseln nützt ja wohl nix. Zzt. ist alles legitim!
Und nein, ich gehöre nicht zum Verein. beim AStA reg ich mich über andere Dinge auf.
10.09.2009 um 20:34
Wenn da steht “alle Busse und Bahnen…” heißt das, dass ich auch den IC bzw. ICE nutzen darf??
10.09.2009 um 20:39
Nein, IC und ICE darfst du mit dem Semesterticket nicht benutzen, sondern nur Bahnen des öffentlichen Nahverkehrs (RB und RE) in der zweiten Klasse.
11.09.2009 um 11:23
Mich würde freuen, wenn auf die erbetenen Emails zum Ticket auch einmal eingegangen werden könnte.
11.09.2009 um 13:39
Das NRW-Ticket mag für einige ja ganz toll sein, ich kann damit aber nichts anfangen. Das normale Semesterticket ist für mich völlig ausreichend.
Ich finde es ungerecht, unter welchen Bedingungen das Ticket zurückerstattet werden kann. Es kann doch nicht sein, dass Studenten, die länger als 4 Monate nicht in dem Bereich des Ticket leben werden das Geld zurück bekommen (da sie es dann ja nicht nutzen können) und Studenten, die zwar in NRW leben, das Ticket aber trotzdem nicht brauchen, zahlen müssen.
Ich möchte mein Ticket nicht! Wer Interesse hat…ich hab da was zu verkaufen
11.09.2009 um 13:40
Ich bin superzufrieden über das NRW Ticket!
Ich frage mich, ob die ganzen Leute, die hier jetzt so rumkrakeelen, bei der Wahl überhaupt abgestimmt haben, denn hier scheint die Meinung zu herrschen “wenn ich nicht hingehe, heisst das natürlich, dass ich dagegen bin”
Ich kann übrigens nicht ganz nachvollziehen, dass die Leute sich alle über die 38€ Mehrkosten aufregen, aber vorher nie auf die Idee gekommen sind, etwas gegen das 70€ Ticket mit viel weniger Nutzen zu tun.
Leider ist mein Praktikum in düsseldorf schon zu ende, wenn das NRW Ticket kommt, sonst hätte ich mir pro monat 180 €!!! gesparrt.
als kritik muss ich alleridngs auch anmerken, dass die wahlergebnisse und der zwischenstand bei den verhandlungen viel zu schlecht kommunizeirt wurden.
11.09.2009 um 15:55
Moin!
“Aber ich finde es gut, dass man hier solidarisch füreinander zahlt… ”
“Denjenigen, die, da sie keinen perönlichen Nutzen davon haben, das Ticket ablehnen, soll gesagt sein, dass es sich um einen Solidarbeitrag handelt”
“…Praktikum in Köln, habe Freunde in Aachen und Bonn, fahre gerne mal zu Konzerten im Pott…”
“Wollt ihr „Meckerfritzen“ nicht auch mal für einen Tag nach Köln, Gladbach oder sonstwohin fahren…?”
Bei solchen Aussagen platzt mir wirklich beinahe der Kragen. Ihr werft den NRW-Ticket-Kritikern wirklich vor, sie seien polemisch? Ich seh’ es genau andersrum. Ich habe genau genommen noch kein einziges, gutes Argument von den Befürwortern vernehmen können, welches auch nur ansatzweise “Solidarität” rechtfertigen würde. Schön. Ich muss regelmäßig nach Bremen und Hamburg fahren. Wer solidarisiert sich denn mit mir? Ich kenne viele Studis, die nicht gut mit dem ÖPNV nach hause kommen und das Auto nehmen müssen. Wer solidarisiert sich mit denen? Was ist mit den Studis, die in Niederdsachsen, BW oder Bayern ihre Familien und Freunde besuchen wollen?
Mir kann wirklich keiner erzählen, dass dieses Ticket wirklich primär denen zugute kommt, die wirklich unsere Solidarität verdienen – nämlich den finanziell schlecht gestellten Studis. Kaum einer wird dieses Ticket zum täglichen pendeln zur Uni verwenden. Dies ist meiner Meinung nach aber der zentrale Zweck des Semestertickets. Und gelegentliche Heimfahrten zu Eltern und Freunden sind nunmal das Privatvergnügen eines jeden Studis und haben NICHTS mit dem Studium, der Uni oder dem AStA zu tun. Zumal ja nun auch eben nicht jeder NRW seine Heimat nennt.
Die Frage ist einfach, wo Solidarität aufhört und die reine Subvention des Privatvergnügens eines Teils der Studierendenschaft anfängt (…auch, wenn es sich dabei vielleicht um die Mehrheit handelt). Mir riecht das ganze zu sehr nach einem Prestigeprojekt (“… die anderen Unis haben es doch auch, und die lachen schon über uns…”), verknüpft mit ein wenig “Gratis-Lifestyle” für möchtegernlinke Wohlstandsstudenten. Ich habe mich damit abgefunden, dass nun auch ich für das Privatvergnügen anderer Leute zahlen muss. Aber tut mir wenigstens einen Gefallen: Quatscht nicht die ganze Zeit von Solidarität. Euer tolles Ticket hat nicht im geringsten etwas mit Solidarität zu tun. Es mit sinnvollen Einrichtungen wie der Kinderbetreuung oder dem Winz-Betrag für das Campusradio zu vergleichen – das ist die wahre Polemik. Es geht hier vielmehr um die persönliche Befindlichkeitsfixierung einer durchaus knappen Mehrheit, die ihren Lebensstil gerne von der knappen Minderheit finanziert haben möchte. Die Funktionsweise eines demokratischen Systems kann durchaus so interpretiert werden, dass man die Wünsche der Minderheit übergeht, ihr Geld aber dennoch gerne einkassiert. Das muss man aber nicht. Das die Mehrheit sowas “gut findet”, ist mir klar.
Für mich wäre folgende Lösung immer noch optimal: Die knappe Mehrheit zahl einfach das doppelte, sprich 76€, und lässt die Minderheit einfach in Ruhe. Ist doch so immer noch viel billiger für jeden potenziellen Pendler. Das Basis-Semesterticket kann m.E. nach so bestehen bleiben – hier ist der Solidaritätsgedanke ja noch vollkommen nachvollziehbar. Aber eine solche Lösung wurde ja gleich abgebügelt.
Just my two cents…
11.09.2009 um 19:03
Ich finde das Ticket super und spare damit im Semester mehr als 300 Euro.
Also: ein großes Lob an den AStA und das Stupa, dass ihr das endlich durchgeboxt habt. Ich hoffe nur dass es nicht nächstes Jahr direkt wieder abgeschafft wird.
11.09.2009 um 21:12
Ich wohne in Münster und bei der letzten Wahl, hat die Semesterssprecherin die Studenten aufgerufen , ja bei den Ticketerweiterung zustimmen . Ich habe für ” nein ” gestimmt . Dieses Mal hat die Semestersprecherin leider nicht zur Wahl aufgerufen , und ich habe wohl verpasst , für “nein” zustimmen.
Außerdem finde ich die Idee Ticket weiterverkaufen gar nicht so schlecht . Alles ist machbar , hi ! hi! wie die Semesterticketerweiterung .
12.09.2009 um 02:10
Ticket weiterverkaufen geht nicht… auf dem Ticket steht der Name, und das Ticket gilt nur in Verbindung mit dem Regionalen Semesterticket, das Teil des Studentenausweises ist, sowie Personalausweis (oder einem anderen amtlichen Lichtbildausweis), und weder den Studenten- noch den Personalausweis wird wohl jemand verkaufen wollen – abgesehen dass es da noch ein Ähnlichkeitsproblem wegen des Bildes gibt (und abgesehen davon dass verkaufen nicht erlaubt ist).
@Maria: Was ist bitte eine “Semestersprecherin”? Und außerdem gab es nur eine Urabstimmung zum Semesterticket. Das Semesterticket ist letztlich nicht direkt in der Urabstimmung, sondern vom StuPa beschlossen worden… liest du dir eigentlich die Infos zu einem Thema durch, bevor du etwas schreibst?
12.09.2009 um 08:31
Also mal ehrlich Leute, das kann ja wohl nicht sein, dass der Asta die Schuld hier auf das Stupa abschiebt. Für mich zeigt das, dass der Asta keinen demokratischen Rückhalt im Stupa hat und somit über keine Mehrheiten verfügt und sich mal schleunigst überlegen sollte aus diesem Grund zurück zutreten, denn offensichtlich wurde er von einigen Listen, was die Unterstützung der Arbeit angeht verarscht. Um es deutlich zu sagen: damit meine ich die Jamaika-Koalition mit der man koketiert hat, auf die aber scheinbar kein Verlass ist.
Ich erwarte deshalb mit Sehnsucht die nächsten Stupa Wahlen, damit dieses Elend endlich ein Ende hat und damit eine stabile linke Mehrheit endlich wieder das Steuer im Asta übernimmt und dafür sorgt, dass uns das NRW-TIcket noch lange erhalten bleibt!
12.09.2009 um 10:15
Dieser AStA vertritt die Auffassung, daß die Studierenden selbst über die Fortführung des NRW-Semestertickets entscheiden sollten, und nicht das StuPa oder der AStA. Was Wahlversprechen taugen, hat man ja im vergangenen Jahr gesehen.
12.09.2009 um 12:22
Jo also mir kommt das NRW-Ticket sehr zugute und ich freu mich darueber.
Sicher ist es teuer. Sicher haben wir alle einen Kloss im Hals, wenn wir zusaetzlich zu Studiengebuehren und Semesterbeitrag noch 113 Euro draufzahlen muessen.
Aber nicht das Ticket ist eine Frechheit.
Sondern die Studiengebuehren.
12.09.2009 um 12:37
aeehh hm ja ein kleiner Nachtrag. Ich blick nicht ganz durch, was jetzt wieviel kostet und welcher Betrag in welchem enthalten ist. In der Mail steht, das Geld fuer das Semesterticket betruege insgesamt 113 Euro. Wieviel mehr muessen wir denn jetzt insgesamt zahlen? 38 Euro oder so? pro Semester? ganz ehrlich, wer deshalb am Hungertuch nagen muss, kann ab und zu bei mir mitessen….
12.09.2009 um 13:35
@dandelion: Das normale Semesterticket für Münster und Umgebung kostet 75 Euro, das zusätzliche NRW-Ticket kostet 38 Euro (jeweils die Zahlen fürs kommende Wintersemester, stehen so auf dem Rückmeldeschreiben von der Uni, also das, wo auch der Zahlschein für Studiengebühren und Semesterbeitrag bei ist).
Und, nur damit sich jeder mal die Zahlen vor Augen führen kann: Das bedeutet, dass man für das Normale Ticket monatlich 12, 50 € und fürs NRW-Ticket 6,33 € bezahlt, dh monatlich 18,33 €. Das sind nun wirklich Peanuts.
12.09.2009 um 14:20
Liebe Leute,
mal ehrlich, diese ganze Diskussion ist doch echt nur noch albern.
1. Der Großteil der Leute, die abgestimmt haben, waren für das Semesterticket, und das StuPa hat sich dann an diese Weisung gehalten. Das ist schlichtweg Demokratie. Die Mehrheit war eben dafür.
Wer nicht zur Abstimmung gegangen ist hat damit ja eingewilligt, dass er sich hinterher dem Willen der anderen auf jeden Fall beugt. Wer also nicht abstimmen gegangen ist, darf hinterher auch nicht meckern. Insofern erledigt sich auch die nervige Diskussion um ein optionales Ticket (das auch preislich kaum so kulant zu erreichen wäre).
2. Das Ticket dient nun wirklich nicht nur dem Freizeitvergnügen. Man kann damit sehr viel Geld bei Exkursionen, Praktika etc. zahlen. Und zwar meist bei einer Hin- und Rückfahrt schon mehr, als das Ticket kostet. Insofern ist es also durchaus für das Studium von Vorteil. Zudem kann man ja auch was für seine private Weiterbildung tun, was sicherlich auch im Sinne des Studiums ist.
3. 38 € sind nun wirklich nicht so viel Geld. Das sind pro Monat gerade mal 6,30 €. Die kann ja nun wirklich jeder irgendwo abzweigen.
Und ich möchte die Leute, die sich über die 38 € so aufregen wirklich gerne mal fragen, wo sie denn waren, als um die Studiengebühren ging? Wer von euch nicht auf jeder Demo, Vollversammlung etc. anwesend war und damit versucht hat, die 275 € (die durchaus auch 500 hätten sein können) abzuwenden, der darf sich sicherlich nicht über diese 38 € aufregen.
12.09.2009 um 22:29
ich wüsste wo wir den Beitrag für das Semesterticket zumindest teilweise wieder einsparen könnten!
Wir streichen den Beitrag für den ASTA!
10,65€ für nichts und wieder nichts!
Wer braucht denn bitte die ganzen Referate?
Frieden und Internationalismus? Schwulen und Lesben?
Wollt ihr mich verarschen?
13.09.2009 um 14:06
Hallo !
Vielen herzlichen Dank! Ich freu mich tierisch über das NRW- Ticket- endlich:)! Endlich kann ich meine Freunde besuchen, nach Hause fahren, Städte entdecken,… . Super Sache!
Und an alle NRW- Ticket Gegner:
Es ist einfach unfassbar, dass ihr so einen Wind macht wegen 38€. Ich bin auch armer Student. Nutzt das Ticket, guckt euch das schöne NRW an, genießt einen Spaziergang am Rhein und gönnt doch den anderen auch mal etwas.
Lieben Gruß,
Kathy
13.09.2009 um 19:27
Hallo!
Durch euer ständiges, polemisches Wiederholen des immergleichen Mantras “Kost’ doch nur 38€, darfst auch bei gerne bei meiner Frühstücksstulle abbeißen” bestätigt ihr meine These voll und ganz. Danke dafür.
Aber bitte, dann bin ich auch mal polemisch:
Erster Vorschlag:
Ich bin dafür, dass wir einen Solidarfond für Medizinstudenten einrichten, denn die müssen immer so viel Geld für ihre Lehrbücher ausgeben. Für nur 20 € im Semester darf jeder Student der WWU sich fünf Medizinbücher des Elsevir-Verlages aussuchen. Find’ ich sehr solidarisch. Das die nich’ jeder gebrauchen kann, ist klar. Aber wenn man sich nur einmal im Semester ein Buch z. B. über Proktologie mitnimmt, dann lohnt sich das ja bereits. Da kann ein jeder etwas für seine interdisziplinäre Ausbildung tun. Zumindest weiß man dann, was wirklich “für den A….” ist. Und man kann sich ja auch einfach mal für andere freuen.
Zweiter Vorschlag:
Gratis Fahrradreparaturen für alle Studenteninnen der WWU. Alles für einen Solidarbeitrag von 25€. Da Männer ja ihr Fahrrad auch in der Regel selbst geflickt gekommen (…sorry für dieses nicht gender-gemainstreamte Beispiel…), sollten wir den Jungakademikerinnen hier unter die Arme greifen, denn:
- Ein Großteil der Studentinnen ist auf das Fahrrad angewiesen. Ohne ein funktionierendes Fahrad ist ein Studium in Münster beinahe unmöglich, da alle Institute dezentral verteilt sind.
- Im Vergleich zum ÖPNV fördern wir hier auch noch die Umweltfreundlichkeit
- Wir verhindern die soziale Ausgrenzung von “Nicht-Fahrradfahrerinnen” in der Fahrrad-Stadt Münster.
-…
Und bei einer Frauenquote von 53% kriegen wir das auch noch locker demokratisch legitimiert. Ist doch super! Da muss man doch mal solidarisch sein und sich für andere freuen können. Und wie kann man sich denn jetzt bei so einem kleinen Betrag beschweren? Wo wart ihr denn, als die Studiengebühren eingeführt wurden?
Okay. Sorry. Das war jetzt wirklich sehr zynisch. Es musste aber mal raus.
Für viele Studenten ( so auch für mich ) sind es jetzt einfach knappe 113€, die für einen selbst ungenutzt verblasen werden. Bei den 75€ vor dem NRW-Ticket war das auch schon schwer genug, aber von Solidaritätsgedanken her noch nachvollziehbar.
113€ sind….
… Essen für einen Monat…
… Strom für drei Monate…
… Knappe 40 Mensa-Essen…
… je nach Anspruch zwei bis vier Paar Schuhe…
… gerechnet auf ein Jahr: meine Kfz-Steuer + fast auch die Versicherung…
… vier Lehrbücher für mein Fach…
…etc…
Allso spielt das bitte nicht immer so herunter. Freut euch bitte, aber faselt nicht von “günstig”, “solidarisch” und “pisst euch mal nicht so an, ihr Meckerfritzen”. Das ist in gewissem Maße schon etwas dreist denen gegenüber, die euch den Spaß jetzt mitfinanzieren. Der ein oder andere sollte seine Vollkasko-Mentalität vielleicht auch mal überdenken…
Und das mit dem Hochschulsport und -Radio ist ein wirklich treffliches Argument PRO Ticket. Knöpfen uns diese raffgierigen Leute doch tatsächlich 1,55€ pro Semester ab. Korruptes Schweinesystem!
13.09.2009 um 19:53
Wie gesagt, wo bleibt das Feedback. Emails an den AStA werden offenbar ignoriert, solange sie keine Lobhymnen enthalten.
13.09.2009 um 23:47
Fragen werden nach und nach beantwortet, Meinungen werden unkommentiert hingenommen.
14.09.2009 um 12:23
Ich kann’s nicht treffender ausdrücken, als Kathy es am 13.9. gemacht hat.

Deshalb nur kurz: Freue mich total über das neue SeTi. Ich hatte die Diskussion in MS nicht mitbekommen (bin Doktorand & wohne im Rheinland) und hatte die Post von Euch (AStA) erst schon fast für einen Witz gehalten
Unterm Strich: Klasse. Danke für Eure Initiative.
Michael
14.09.2009 um 14:25
An alle Studierende, die sich hier beschweren, da das NRW-Ticket eingeführt wird, obwohl doch angeblich aus der Urabstimmung klar herausging, dass es nicht gewollt ist.
Das die 30% Hürde nicht geknackt wurde liegt an der niedrigen Wahlbeteiligung, denn eine deutliche Mehrheit derjenigen, die abgestimmt haben, hat sich für das Ticket ausgesprochen. Wenn es nun so viele Leute stört, hätten sie evtl zu der Abstimmung gehen und wählen sollen.
So hat die Mehrheit sich für ein NRW-Ticket ausgesporchen und es gibt keinen Grund sich zu beschweren. Jeder der jetzt jammert und nicht wählen war ist selbst Schuld.
Ein großes Lob an das Asta-Team, dass endlich mal so etwas tolles und sinnvolles eingeführt wurde, das andere Unis in NRW schon seit Jahren haben!!!
14.09.2009 um 15:52
So Grundsätzlich kann ich nur sagen, schön dass es doch noch geklappt hat mit dem NRWTicket für Münsters Studierende. Trotzdem fände ich es sinnvoll, wenn das Ticket optional wäre… vielleicht kann sowas ja nachverhandelt werden wenn 2010/2011 wieder aus dem Vertrag ausgestiegen werden könnte?!
] und ganz ehrlich ich würd das Geld lieber dafür ausgeben als um mir mal Aachen anzuschauen… Für die Strecke Münster-Dresden nutzt das NRWTicket mir rein garnix, da reicht mir das normale SeTi mit dem ich nach Dortmund/ Osna komme wenn ich keine Mitfahrgelegenheit von MS aus finde.
Ich kann mir gut vorstellen das dieses Ticket vielen Leuten wirklich hilft, da ja doch viele Studierende aus NRW kommen oder zumindest aus dem “Grenznahen Raum”. Auch für alle Leute die mehr oder weniger Regelmäßig ausserhalb des Geltungsbereiches feiern gehen ist das Ticket natürlich toll.
Auf der anderen Seite gibt es auch eine ganze Menge Leute (mich eingeschlossen) denen das Ticket nix bringt. Klar, ich könnte jetzt mal nach Köln fahren oder irgendwo anders hin – nur dass mache ich auch nicht jedes Semester mehrmals…! Wenn ich das mal machen will kauf ich mir mit ein paar Freunden (nicht Studis) ein NRWGruppenticket und komm damit wahrscheinlich günstiger weg (ist ja nur eine Hin-&Rückfahrt) In der Summe also rechnet es sich nicht, und das ist der Punkt den die Beführworter des Tickest vielleicht mal versuchen sollten zu verstehen.
Ich persönlich könnte für die 38€ immerhin locker einmal nach Hause fahren [wenn ich Glück hab sogar hin und zurück, allerdings Mitfahrgelegenheit und nicht Zug
Alles in allem: Bitte versucht doch den Vertrag so zu verhandeln das dass NRWTicket zukünftig optional ist, sodass jeder für sich entscheiden kann ob ers will+braucht oder eben nicht. Das wär denk ich eine passable Lösung für alle!
14.09.2009 um 17:20
Gut gemacht, das NRW-Ticket einzuführen !!
1. Wir als Studenten sind diejenigen, die unser Land in Zukunft voranbringen sollen/werden. Meiner Meinung nach führt nichts an mehr Nutzung von ÖPNV vorbei, sonst werden wir oder die Generationen nach uns den Umweltkollaps erleben. Das StuPa hat hier meiner Meinung nach gute Politik gemacht und den kommenden Köpfen unseres Landes die ÖPNV-Flat verschafft.
Je mehr Leute ÖPNV nutzen, desto mehr Angebot wird es geben!
2. Die Studierendenschaft ist eine Solidargemeinschaft. Da kommt es
schon mal vor, dass man etwas finanziell mittragen muss, was man nicht
benötigt.
So müssen wir als Bundesbürger alle auch für die Schäden, die durch den Individualverkehr verursacht wurden und werden, mitzahlen!!
3. Meiner Meinung nach ist die Einführung des Tickets rechtmäßig, es wurde bei der Urabstimmung zwar das Quorum nicht erfüllt, die Meinung derjenigen, die abgestimmt haben, war aber eindeutig für die Einführung.
Also: Autofahrer meckert nicht wegen der 38 € (<<275€) sondern macht doch mal ne entspannte Fahrt mit der Bahn in das Ruhrgebiet, an den Rhein, nach Aachen.
14.09.2009 um 20:44
Ihr benötigt also 6 Tage, um auf eine einfache Mail zu antworten? Respekt.
15.09.2009 um 16:54
Ich finde, der AstA sollte sich um das kümmern, was seine Aufgaben sind.
Nazi-Demos boykottieren schön und gut, Schwulen und Lesbenreferat jaja, aber ihr solltet mehr für eure Studenten arbeiten und nicht in der Welt nach Aufgaben suchen.
15.09.2009 um 17:46
hallo daniel, wir bekommen täglich zig anfragen, die alle der reihe nach abgearbeitet werden. das kann schonmal ein paar tage dauern. zu deiner anfrage empfehle ich dir Erstattung des Beitrags für das Semesterticket, dort kannst du das antragsformular herunterladen, in dem auch steht, welche bedingungen erfüllt sein müssen und welche unterlagen wir für die erstattung benötigen.
15.09.2009 um 18:24
Danke für die Antwort.
17.09.2009 um 07:40
Hallo liebe AStA-Leute,
Also ich habe mir gerade die Reaktionen auf das NRW-Ticket durchgelesen und wollte auch mal was dazu schreiben..
Ich verstehe zwar die Reaktionen derer, die keinen Nutzen aus dem NRW-Ticket ziehen können und sich beschweren…
Allerdings muss ich erstmal grosses Lob aussprechen, da ich (aus Köln nach Münster gezogen) Jahre lang jedesmal 30 Euro bezahlen musste, wenn ich mal nach Köln (Familie und Freunde besuchen), oder eben zwecks Konzerten oder Freunden innerhalb NRWs mal woanders hinfahren wollte viel Geld draufging. Auch wenn ich nun kurz vor meiner Magisterarbeit stehe und es meiner Meinung nach viel zu lange gedauert hat bis wir dem Vorbild anderer Unis nachgezogen sind und dieses Ticket eingeführt haben, bin ich froh, dass ich es doch noch nutzen kann.
Ich verstehe Beschwerden bis zu einem gewissen Punkt, aber wenn man überlegt, dass 1. Münster eine Studentenstadt mit einem Grossteil von Studenten von “ausserhalb” und einem relativ grossen Einzugsgebiet ist und 38 Euro pro Semester nun wirklich nicht soviel sind würde ich diese Nachteile relativieren.
Hinzukommt, dass 2. wenn man sich umschaut, auch bis jetzt kaum einer Bus und Bahn nutzt – trotz des Semestertickets – sondern Fahrrad fährt, und trotzdem beschwert sich kaum einer über die Kosten sondern ist froh dass man eben die Möglichkeit hat Bus und Bahnen “kostenlos” zu nutzen..Genauso sollte es auch mit dem NRW Ticket gesehen werden. Mir ist klar, dass nicht jeder 1-2 mal im Monat das NRW Ticket nutzt um Familie, Freunde etc. innerhalb von NRW zu besuchen, aber die Möglichkeiten für Konzerte, Ausstellungen, Teilnahme an Demonstrationen ausserhalb Münsters (mit vorheriger aufwendiger Planung um die Transportkosten relativ gering zu halten) etc. dieses Ticket nutzen zu können sind enorm gestiegen..Und ich möchte dem AStA vielmals dafür danken…Besser spät als nie…
liebe Grüsse,
Katharina
17.09.2009 um 19:54
…also irgendwas mache ich wohl grundlegend falsch. Dank Studium und Job (…ja, ich finanziere mir mein Studium komplett selbst…) habe ich garnicht die Zeit, regelmäßig den zahlreichen Freizeitaktivitäten zu frönen, die ihr hier so detaillreich aufzählt.
Aber da muss ich wohl mal solidarisch sein
Viele Grüße
Flo
P.S.: Wie wäre es mit einer Aufschrift auf den Tickets: Viel Spaß bei deinem Privatvergnügen wünschen dir x, y und z, die dir dein Ticket zu je 25% mitfinanziert haben.
18.09.2009 um 22:53
Kann mich nur Katharina anschließen;
einfach super,
vielen Dank, hab schon sehr lange drauf gewartet und spare jetzt echt viel Geld, wenn ich mal nach Hause fahre
20.09.2009 um 14:52
Hallo!
Also, ich habe mich gerade an der WWU als Studienortwechsel eingeschrieben und bin begeistert vom neuen NRW-Ticket! Vielen Dank dafür!
Das kommt aber wahrscheinlich auch daher, dass ich in Sachsen-Anhalt vorher immer fü jeden Schnulli bezahlen musste und das meine Familie jetzt auch nach NRW zieht, sodass ich sie dann “kostenlos” besuchen kann…
Somit ist das Ticker natürlich für die, die in so einer Situation sind, toll!
Andererseits kann ich den Unmut anderer irgendwo verstehen! Wenn man das Ticket eh nicht benutzt, will man auch nicht dafür bezahlen. ALLERDINGS: Diejenigen, die meckern, weil sie sonst eh mit dem Auto fahren: Habt Ihr Euch mal überlegt, dass es billiger und umweltfreundlicher wäre, ab und zu mal den Zug zu nehmen? Und wenn man Freitags im Wochenend-und Feierabendverkehr nach Hause fährt meist auch schneller!
AUßERDEM: Man sollte vielleicht mal bedenken, dass man selbst, wenn man nach Bayern muss, Geld spart! Man muss nämlich nur das Zugticket ab dem Grenznächsten Bahnhof zahlen! Und das spart schonmal pro Fahrt um die 16 Euro, also bei Hin-und Rückfahrt 32 Euro und das bedeutet dann, wenn man für das Geld, was man für das Semesterticket zahlt, reguläre Bahnfahrkarten kauft, kann man im Semester maximal fünf mal von Münster in Richtung Landesgrenze fahren – wer also schon einmal im Monat nach Bayern fährt spart schon Geld!
Schonmal darüber nachgedacht?
Natürlich ist es nicht schön, wenn einem etwas “aufgezwungen” wird, obwohl sich die Studierendenschaft anders entschieden hat, ABER ich fürchte, dass auch viele der abstimmenden Studierenden für sich nicht mal ihre Bahnticketausgaben im Semester zusammengerechnet und ausgerechnet haben, was sie sparen, wenn sie für unbegrenztes fahren in NRW nur noch 113 Euro pauschal zahlen müssen…
Hierbei handelt es sich natürlich nur um meine ganz persönliche Meinung, aber ich hoffe doch sehr, dass das NRW-Ticket bestand hat, oder das man zumindest die Verkehrsbetriebe davon überzeugen kann, dass sie etwas mehr verdienen, wenn sie das NRW-Ticket zum selben Preis von 113 Euro einfach nur denen zur Verfügung stellen, die es wollen und alle anderen zahlen halt innerhalb von NRW ihre normalen Preise oder tanken sich weiterhin dumm und dämlich…
20.09.2009 um 19:51
Semesterticket ist Mist.
Dient nicht dem Unikram, sondern bei den meisten der Freizeit. Zahlen müssen aber alle.
20.09.2009 um 19:52
Semesterticket = NRWTicket, meine ich!
21.09.2009 um 15:55
Ich habe das Gefühl (und das Ergebnis der Urabstimmung – an der die Studierenden teilgenmmen haben denen es wichtig war daran teilzunehmen – gibt mir recht!), dass eine große Mehrheit der Studierenden für das NRW-Ticket ist! Man hat den Aufpreis für das NRW-Ticket sehr bald wieder ‘raus, und es fördert eine umweltfreundliche Fortbewegung. Ich kann deshalb die Diskussion und die negative Reaktion des AStAs (“Wir mussten umsetzen, was das Studierendenparlament beschlossen hat, obwohl wir das eigentlich nicht wollten”) nicht verstehen!
21.09.2009 um 20:32
Ihr möchtet also gerne ein Feedback auf euer neues NRW Ticket haben.
Ihr kämpft beim Asta dafür, dass die Studenten keine Studiengebühren zahlen brauchen, aber statt dessen zwingt ihr JEDEM Studenten ein Ticket auf, dass viele, so wie ich, überhaupt nicht nutzen. Das es für den Nahverkehr in MS ein Ticket gibt, dass ist ja in Ordnung.
Ein weiterer Punkt, der mich daran zweifeln lässt, ob hier Gerechtigkeit gegenüber dem Rest der Bevölkerung herrscht, ist: Jeder Auszubildene (damit meine ich diejenigen, die weniger verdienen, als ein Student mit Baföghöchstsatz) oder Schüler muss für seine Bahnfahrten zahlen. Warum soll man als Student seine Bahnfahrten spendiert bekommen???? Ich muss sagen, dass ich das ziemlich peinlich finde und das Gefühl habe ungerecht bevorteilt zu sein. Zum weiteren haben Studenten, die außerhalb von NRW ihre Heimat haben bzw aus Münster stammen nun wirklich gar nichts von diesem Ticket. Aber das es ja der Allgemeinheit dient, zahlen diese für die anderen ja gerne mit.
Ich habe bisher in Bayern studiert und für Fahrten nach hause jedesmal um die 100 Euro trotz Bahncard gezahlt. Dann kann sich ja wohl hier in NRW keiner drüber beschweren, wenn er innerhalb des Landes zu hause ist. Wenn man allerdings jedes Wochenende nach hause fahren muss, dann läppert sich das natürlich. Und das sind dann genau die Leute, die sich beschweren, dass sie für Bahnfahren so viel Geld ausgeben….
Dann werbt ihr noch damit, dass Refendare damit ja auch “umsonst” zu ihren Ausbildungsstätten fahren können. Zur Erinnerung: Refendare verdienen Geld, damit kann man sich ja wohl ein Monatsticket für die Bahn leisten, oder nicht?
Ich finde diese ganze Aktion zeigt mal wieder, wie es häufig in Deutschland ist: Jeder möchte alles haben, aber bloß nichts dafür zahlen!
22.09.2009 um 17:34
Semesterticket zurück, Geld erstatten, wieder zur alten Regelung zurück.
Die Mehrheit heißt auch, dass eine Mehrheit erst einmal abstimmen sollte. Wenn das nicht passiert, dürfte man auch nichts ändern.
Traurig, ist aber so.
23.09.2009 um 02:03
Dann soll die Mehrheit zur Abstimmung gehen und mit Nein abstimmen. Selbst schuld.
Ich freue mich übers neue SeTi – habe viele Freunde im Ruhrgebiet/Rheinland und kann diese jetzt häufiger besuchen.
Mal abgesehen davon, dass ich zwischen Essen und Münster pendele.
23.09.2009 um 12:40
Also ich freue mich auch über das neue NRW Ticket. Ich bin viel in NRW unterwegs und kann es sehr gut nutzen.
Ich würde mich über mehr Informationen bezüglich der genauen gültigen Strecken von Seiten des Astas noch sehr freuen. So wüsste ich gerne ob das Ticket auch auf der Strecke Bielefeld – Osnabrück gilt, da da ja einige Strecken Niedersachsen sind.
Ansonsten finde ich es eine tolle Sache und für den Preis finde ich kann man echt nicht meckern.
24.09.2009 um 18:10
Ist ein Auto kein Luxusbedürfnis? Immerhin scheinen einige für ein bisschen mehr Bequemlichkeit (in den seltensten Fällen ist ein Student wirklich auf ein Auto angewiesen) sehr hohe Summen auszugeben.
Die Grundannahme der Universität kann aber nur sein, dass Studenten in erster Linie öffentliche Verkehrsmittel nutzen, insofern spielen Autofahrer in der Rechnung gar keine Rolle. Nur weil jemand das Geld hat, Auto zu fahren und damit die Umwelt zu belasten, kann er sich doch nicht aus der Solidarität freikaufen. Natürlich sehe ich, dass hier viele bereitwillig den früheren Betrag zahlen würden, aber wenn ein Großteil für eine rentable und auch logische Ausweitung plädieren, dann müssen auch Autofahrer das mittragen.
Menschen die öffentliche Verkehrsmittel nutzen zahlen ja auch Steuern, damit die Infrastruktur, die Autofahrer nutzen, aufrechterhalten wird.
Warum man für die Ausweitung auf NRW plädieren kann ist doch einleuchtend: die WWU ist die viertgrößte Uni Deutschlands und die zweitgrößte in NRW. Das Einzugsgebiet erstreckt sich sicherlich über einen größeren Raum als das Münsterland. Und selbst für die, die nicht in NRW wohnen lohnt sich das Ticket, denn bis zur Grenze können sie kostenlos fahren und ab dort ein Anschlussticket kaufen.
Als Faustregel gilt, dass ca. 1 Stunde Bahnfahrt mit RE’s etwas über 10€ kosten. Damit hätte sich das Ticket bereits ab etwa 2 Hin/Rückfahrten z.B. nach Dortmund bereits rentiert.
Und ich wiederhole gerne nochmal: ein NRW Ticket kostet normal 1320€ für 6 Monate – was wir für ein Semester zahlen, damit bekommt ein NRW-Ticket für 2 Wochen!
Man kann sich gerne über den Verwendungszweck streiten, aber ich verstehe auch nicht, warum sich hier einige so vehement dagegen wehren, dass das Ticket womöglich zu Freizeitzwecken eingesetzt werden könnte, als wäre das ein Zeichen des Werteverfalls und unendlichen Hedonismus’ mal ein Konzert in Köln zu besuchen. Studenten sollten doch die Möglichkeiten haben sich irgendwie kulturell weiterzubilden und da bietet das Münsterland zugegeben wenig – das Ruhrgebiet und Bonn, Köln, Düsseldorf aber viel.
@Katharina:
Weil Auszubildende keine homogene organisierte Masse sind, die alle an einem Platz arbeiten.Schüler und Azubis leben im Normalfall auch Zuhause. Jeder Azubi erhält aber ohnehin ein vergünstigtes Ticket, mit dem er auch in seiner – oh Schreck – Freizeit fahren darf.
Ich musste für mein Ticket damals übrigens etwa 10€/Monat zahlen und konnte das gesamte VRR-Gebiet zu jeder Zeit befahren. Sogar für Selbstzahler hätte es nur 25€ gekostet.
Ansonsten verweise ich auf oben: wenn du außerhalb NRWs wohnst, dann kannst Du bis zum grenznächsten Bahnhof kostenlos. Gesetzt dem Falle Du kommst aus Bayern und musst zum südlichsten Punkt NRWs – nehmen wir mal prominenterweise Bonn. Da zahlst Du für eine Fahrt min. 16€ (SchöneFahrtTicket). Das gilt allerdings nur für 2 Stunden und in 2 Stunden kommst Du nicht bis Bonn, also rechne mal mit 25€ für ein SchönerTagTicket Single für diese eine Fahrt. Und zurück das selbe, 50€, also schon aber der ersten Fahrt 12€ gespart.
25.09.2009 um 11:01
Also ich weiss auch nicht warum es hier auf einmal immer heisst, es wäre nur für Freizeitgestaltung von Nutzen (was sicher TEILWEISE wahr ist, aber doch nichts dagegen spricht)..
Ich würde zum einen sagen, dass z.B. zu Ausstellungen oder vielleicht mal zu nem Symposium oder Veranstaltungen die unabhängig von der Uni Münster, zwar vielleicht geringfügig auch Freizeitaktivitäten sind, aber vor allem doch der Bildung dienen..Oder ist Bildung jetzt seit neustem nur das, was 100%ig mit euren Studiengängen zu tun hat????
Kultur ist im Allgemeinen nicht nur Freizeit, sondern gehört immer auch zur Bildung…
Desweiteren, wie bereits oben schon erwähnt Demonstrationen..Jetzt kann man auch mal nach Düsseldorf, Köln usw zu Demos fahren ohne jedes Mal Geld zahlen zu müssen..Dann kann auch nicht jeder über Gewisse Zustände (z.B Studiengebühren) meckern und jammern, ohne was dagegen zu tun…Sowas ist eh immer das Beste und man sieht es ja jetzt auch wieder:
So viele beschweren sich übers Ticket, aber nur ein sooo kleiner Teil war überhaupt an der Urabstimmung beteiligt..In Zukunft : Wenn ihr was wirklich nicht wollt – tut auch was dagegen…
Ausserdem sehe ich es auch wie schon öfters erwähnt auch als Chance…nicht jeder nutzt das Ticket um Familie und Freunde zu besuchen (und diejenigen haben ja vielleicht auch “Glück”, dass sies nicht so weit zu diesen haben..andere müssen eben jedes mal ziemlich viel Geld bezahlen um Familie etc. mal zu besuchen..), aber seht es mal als Ansporn euch flexibler an Veranstaltungen beteiligen zu konnen usw…
Ich würde auch 100 Euro dafür zahlen..und wenn das nötig ist, damit es optionaler wird, und nicht so viele meckern…
26.09.2009 um 14:59
@dietrich:
“Ist ein Auto kein Luxusbedürfnis? Immerhin scheinen einige für ein bisschen mehr Bequemlichkeit (in den seltensten Fällen ist ein Student wirklich auf ein Auto angewiesen) sehr hohe Summen auszugeben.”
1. Den Besitz eines Autos in einer Region mit einer eher bescheidenen ÖPNV-Infrastruktur als Luxus zu bezeichnen, finde ich sehr befremdlich. Versuch mal, mit Bus und Bahn in die kleineren Gemeinden und Dörfer in WAF, PB, GT, COE oder weitere zu kommen. Da kann es schonmal sein, dass du deutlich über drei Stunden unterwegs bist, weil kaum Busse fahren. Es kommt halt nicht jeder aus Dortmund, Essen oder anderen Großstädten. An der Stelle mit Bequemlichkeit zu argumentieren ist doch wirklich lächerlich.
2. Es geht dich nun wirklich nichts an, wie und wofür deine Kommilitonen ihr Geld ausgeben. Wenn ich für mich die Entscheidung treffe, dass ein Auto für mich eine wesentlich sinnvollere und rentablere Investition ist als ein Monatsticket für Bus und Bahn, dann ist das allein meine Sache – es ist ja schließlich mein Geld, das ich mir selber verdient habe.
3. Das sich das Geld anderer Leute unter dem Deckmantel der Solidarität und einem reißerischen Seitenhieb à la “müsst ihr denn alle böse die Umwelt zu belasten” sehr leicht und mit viel freude ausgeben lässt, glaube ich dir sofort.
“Natürlich sehe ich, dass hier viele bereitwillig den früheren Betrag zahlen würden, aber wenn ein Großteil für eine rentable und auch logische Ausweitung plädieren, dann müssen auch Autofahrer das mittragen.”
Hurra! Sie sehen den Siegeszug der Spaß-Studentenschaft. Solidarität ist übrigens KEINE Einbahnstaße. In sofern wäre es sicher nicht falsch, auch an die Gegner eines solchen Tickets zu denken und sich nicht unter Berufung auf irgendwelche “Mehrheitsverhälnisse” über sie hinweg zu setzten . Denkt ihr wirklich, dass die Freizeitmöglichkeiten eines NRW-Tickets die zentralen sorgen eines durchschnittlichen Studenten sind? Übernehmt doch mal ein wenig Eigenverantwortung und schreit nicht bei jedem kleinen Befindlichkeitszucken nach dem AStA, dem Staat oder Mami und Papi. Mir ist diese ganze “Haben-wollen-und-nicht–selber-zahlen-wollen-Mentalität” wirklich zuwider.
Zumal, mit der bereitwilligen Ausgabe von 40€ für Spaß auf der einen Seite und dem stetigen Kampf gegen Studiengebühren (..gegen die ich übrigens auch bin..) und höhere Wohnheimpreise (..die Wohnheime sind allerdings wirklich besser geworden..) auf der anderen Seite macht ihr euch ein Stück weit unglaubwürdig.
“Menschen die öffentliche Verkehrsmittel nutzen zahlen ja auch Steuern, damit die Infrastruktur, die Autofahrer nutzen, aufrechterhalten wird.”
Eine sehr treffende Argumentation – wirklich! Bus und Bahn könnten natürlich auch auf Feldwegenfahren oder gleich über den nächsten Acker brausen. Stattdessen müssen die Nutzer dieser Verkehrsmittel dem bösen Autofahrer seine Straßen quersubventionieren. Frechheit!
Nehmen wir mal das Jahr 2008:
- 8,8 Mrd € Einnahmen durch die KfZ-Steuer (ca. 7 Mrd € für PKW)
- ca. 35 Mrd € Einergiesteuer aus Benzin/Diesel
Wenn man allein diese Zahlen nimmt (ohne Öko- und Umsatzsteuern), dann sind das natürlich Peanuts. Das man aber auch immer die Autofahrer subventionieren muss.
“Studenten sollten doch die Möglichkeiten haben sich irgendwie kulturell weiterzubilden und da bietet das Münsterland zugegeben wenig – das Ruhrgebiet und Bonn, Köln, Düsseldorf aber viel.”
1. Das ist Ansichtssache
2. Warum ist es deiner Meinung nach die solidarische Aufgabe der Studierendenschaft, das zu bezahlen? Protestiere doch für mehr (..und ergänzendes..) BAföG oder ein soliarisches Grundeinkommen, beschwer dich bei deinen Eltern oder such dir ‘nen Job. Warum andere Studis dafür die Zeche zahlen soll, erschließt sich mir nicht wirklich. Aber vielleicht kannst du mir das ja erklären?
27.09.2009 um 14:25
Es steht nicht zur Frage, ob es überhaupt ein Ticket für Studenten geben, sondern wie weit sich der Geltungsraum erstrecken soll. Ich wiederhole es gerne für Dich:
Die Uni kann nicht davon ausgehen, dass alle Studenten Auto fahren / schon irgendwie ihre Mobilität organiseren.
Wenn die Uni Münster, wie dargelegt, ein derart großes Einzugsgebiet hat und die Erweiterung nur ~40€ kostet und sich innerhalb von 6 Monaten für jeden rentiert, der 2 mal das Auto Zuhause stehen lässt, dann ist das die Einführung vollkommen schlüssig.
Kurz zwischengeworfen: das wesentliche Problem scheint wohl auch der Charakter einer “Erhöhung” zu sein – ich behaupte, dass der Bedarf eben aufgrund des Einzugsgebietes immer da war, deswegen ist das NRW-Ticket auch an vielen Unis der Standard, da gab es keine Wahl zwischen Regional- und NRW-Ticket. Da melden selbstversändlich auch mehr Einzelinteressen ihre Bedenken an.
Ob Du es nun Solidarität oder Zweckgemeinschaft nennst: die derart günstigen Preise gehen nur, wenn sie alle mittragen. Und mit Besitz/der Nutzung eines Autos kann man sich nicht eifnach aus dieser Solidar/Zweckgemeinschaft freikaufen. Das wäre ein bizarrer Umstand wie wir ihn auch bei den Krankenkassen haben:
die öffentlichen müssen (fast) jeden aufnehmen und so besteht die Solidarität nur von Mittel- zu Geringverdienern. Die Besserverdienenden entziehen sich dieser Solidargemeinschaft in die privaten Kassen, wo sich keine Geringverdiener befinden, die sie mittragen müssten.
Ich hüte mich vor dem Vergleich nun alle Autofahrer als umweltverschmutzende “Bonzen” abzustempeln (ich besitze ja selbst eins) – aber ich halte ein Auto nach wie vor für ein Luxusbedürnis. Ich brauche zu mir von Uni bis vor die Haustür (Großstadt mit guter Infrastruktur) mit Bus&Bahn ohne Verspätung genau 2h (mit Verspätung bis 3h), mit dem Auto 50 Minuten. Trotzdem fahre ich im Normalfall Bahn, weil mir die Umwelt tatsächlich am Herzen liegt, es im Endeffekt mit Auto mehr kostet, ich dabei auch lesen kann und ich für mich anerkenne, dass ich nur aus Bequemlichkeit Auto fahren würde (muss man sich nicht mit Verspätungen oder andern Fahrgästen rumplagen, umsteigen etc.).
Der Umkehrschluss Deiner Argumentation wäre, dass jeder der aus kleineren Kreisen kommt, quasi zum Auto gezwungen wird. Wenn ich nur jede zweite Woche nach Hause fahre, dann kann ich das bisschen Zeit aber auch gut verkraften – und deswegen halte ich das in erster Linie für Bequemlichkeit.
Wenn Du natürlich jeden Tag aus einem weit entfernten Ort herpendelst, dann finde ist genau das befremdlich, weil Du damit vollkommen unwirtschaftlich handelst (vllt. magst Du Deine Gründe haben, aber die Uni kann nun nicht auf jedes Einzelschicksal Rücksicht nehmen), dann aber einer äußerst effizienten Solidar/Zweckgemeinschaft solche Vorwüfe machst.
Nebenbei: Steuern werden im wesentlichen nicht zweckgebunden ausgegeben (dazu gehören z.B. auch Mineral/KFZ-Steuer), die besagten Steuereinnahmen fließen nur anteilig an den gesamten Einnahmen in die Infrastruktur. Solche Steuern haben teilweise auch sanktionierenden Charakter, eben damit nicht so viele Leute Auto fahren. Hundesteuer wird ja auch nicht zweckgebunden dafür ausgegeben Hundescheiße zu entfernen, ebensowenig wie aus Alkoholsteuern nicht neue Brauereien gebaut werden.
Letztlich:
Ich hatte weiter oben erwähnt, dass ich gerne bereit bin für die Optionalität, damit also Autofahrer wie Du nicht mitzahlen müssen, draufzuzahlen. Aber dann muss die Kritikerschaft ihr Potential auch bündeln und sinnig argumentieren. Dazu gehört es diese “ich will nur, dass andere mir mein Ticket zahlen”-Polemik unter den Tisch zu kehren und nicht mit einer latenten Andeutung in die Diskussion zu gehen, dass sich hier linke kiffende Ökoaktivisten ihre Freizeitspäße finanzieren möchten.
27.09.2009 um 17:56
Wir haben, glaube ich, einfach ein unerschiedliches Verständnis vom Begriff der Solidarität.
Insofern finde ich dein Posting etwas befremdlich. Warum interessierst du dich so sehr dafür, warum einige lieber mit dem Auto fahren möchten oder dies müssen? Ist das hier wirklich ein relevantes Thema? Glaub mir einfach, ich fahre selbst mit dem “kleinen” SETI lediglich zweimal Bus im Semester. Und da bin ich sicher nicht der einzige. Insofern ist die Preissteigerung einer Busfahrt von 40€ auf 60€ zumindest für mich nicht wirklich “effizient”. Von weiteren Preissteigerungen in den nächsten Jahren möchte ich gar nicht reden.
Normalerweise müsste doch derjenige, der sich auf die Solidarität anderer beruft, erläutern, warum dies in seinen Augen gerechtfertigt ist – nicht umgekehrt. Bei der Einführung einer Zwangsabgabe sollte daher im Zweifel für die Kritiker entschieden werden – nicht für diejenigen, die etwas Fordern. Beim NRW-Semesterticket habe ich eben sehr starke Zweifel, ob hierbei die Bekenntnis meiner Solidarität wirklich angebracht ist. Die Informationslage ist ja leider sehr dünn.
Bei den Kommentaren zum NRW-Ticket habe ich hingegen hauptsächlich Argumente gelesen, die in meinen Augen keine Solidarität rechtfertigen. Dazu gehören Konzert- und Museumsbesuche ebenso wie das treffen von Freunden. Ein reines “haben wollen” reicht m.E. nach nicht aus, um Solidarität einzufordern.
Zeigt mir eine wisenschaftliche Studie die belgegt, das ein NRW-Ticket die Teilhabe der Studierenden der WWU an Hochschulaktivitäten, also dem Lehrbetrieb, Exkursionen etc. signifikant verbessert. Ich werde sofort zum Ticket-Befürworter. Aber klammert doch mal Dinge wie die kulturelle Teilhabe und das Besuchen von Freunden in anderen Uni-Städten aus. Nicht, das diese Dinge nicht wichtig wären – sie haben in meinen Augen nur nichts mit der studentischen Solidargemeinschaft zu tun. Werdet aktiv in der Bundespolitik, fordert ein steuerfinanziertes Studententicket für alle. Geht wählen
. Ein durch Studenten quersubventioniertes NRW-SETI hat den Charme einer durch Großfamilien finanzierte Aufstockung des Kindergeldes – ihr greift dem nackten Mann in die Tasche.
Eine Solidargemeinschaft der Studierenden ist in meinen Augen zweckgebunden, d.h. die Solidarität beschränkt sich Aktivitäten des Studiums. Hier gilt es zu definieren, was die Aufgabe der Uni, des AStAs und der studentischen Solidargemeinschaft ist und was nicht.
Nur Nebenbei:
Das Steuern allgemein nicht zweckgebunden sind (..und im eigentlichen Sinne nicht einmal eine Gegenleistung von Seiten des Staates erfordern…) ist mir durchaus bewusst – dieses Argument ist in diesem Kontext nur vollkommen fehl am Platz. Mehr als klar sollte an dieser Stelle einfach sein, dass der Kauf von Bus- und Bahntickets nicht in unfairer Art und Weise die Infrastruktur der Autofahrer quersubventionieren muss. Wenn überhaupt, dann fließen hier eher Gelder in die entgegengesetzte Richtung. Für diese Feststellung reicht ein Blick in Bundes-, Landes- und Kommunalhaushaltspläne.
Zuletzt:
Ein optionales Ticket wäre für alle die beste und fairste Form der Umsetzung gewesen. Aus meiner Sicht wäre nämlich genau das “solidarisch”: Jene, die es entweder wirklich täglich benötigen und die, die es für ihr Freizeitvergnügen haben möchten, zahlen solidarisch füreinander. Zudem zeigen sie ihre Solidarität denen gegenüber, die sich ein solches Ticket entweder nicht leisten können und/oder wollen. Das eine solche Variante nicht möglich ist, kann mir einfach keiner erzählen.
P.S.: Die Polemik der Ticket-Befürworter empfinde ich persönlich als drastischer. Zumal du ja mit der Art deiner Argumentation (Krankenkassen-Preller, Auto als Luxusgut, Umwelt-Stigma) ebenfalls jeden Kritiker in die “Ich bin CDU wählender Jura-Student mit Stehkragen-Polo, Papi ist neoliberaler Unternehmer und zahlt mir mein Studium und meinen Porsche, die Umwelt ist mir egal und Obdachlose spucke ich gern an”-Ecke stellts. Aber das war sicher nicht beabsichtigt, richtig?
2.12.2009 um 19:25
hey, ich finde es unglaublich, dass Studenten, die das Ticket nicht brauchen, denen die damit regelmäßig nach Hause fahren vorschreiben können, ob sie sich das weiterhin leisten können oder nicht. ohne nrw-erweiterung werde ich meine familie wohl nicht mehr oft sehen, da ein anderes monatsticket wohl unbezahlbar wäre.
wer das ticket nicht braucht, und das ist allein schon dumm, da man damit so viele kulturelle angebote besonders in den großstädten zu einem spottpreis erreichen kann, der sollte sich darüber freuen, dass er im gegensatz zu köln ect. eine der niedrigsten studiengebühren zu zahlen hat und den anderen die möglichkeit lassen, seine freunde und familie zu sehen. Bitte liebes neues Stupa, setzt euch für das ticket ein!!!
30.12.2009 um 18:01
Hallo,
mich würde sehr interessieren, wie es jetzt weitergeht mit dem NRW-Ticket. Wann wird entschieden, ob es das Ticket ab nächstem Wintersemester weiterhin gibt und auf welcher Grundlage wird entschieden?
Ich möchte nächstes Jahr sehr gerne in Münster studieren, doch ob ich mich wirklich für Münster entscheide, hängt sehr stark davon ab, ob es das Ticket weiterhin geben wird, da die Heimfahrten für mich sonst unbezahlbar wären!
Danke und viele Grüße!